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7 Ukrainer verschwunden: Kyjiw spricht von "Geiselnahme" nach Stopp von Geldtransportern

Andriy Sibiha, Minister für auswärtige Angelegenheiten der Ukraine
Andriy Sibiha, Minister für auswärtige Angelegenheiten der Ukraine Copyright  Forrás: Szibiha hivatalos Facebook-oldala
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Von Euronews/KR + Telex
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In Ungarn sollen zwei Geldtransporter der Oschadbank gestoppt worden sein, sieben ukrainische Mitarbeiter seien seither verschwunden. Laut Bank befand sich eine Fracht im Wert von 40 Millionen Dollar, 35 Millionen Euro und 9 Kilo Gold an Bord. Die Ukraine fordert die sofortige Freilassung.

In einem am frühen Freitag veröffentlichten Bericht heißt es, die sieben ukrainischen Staatsangehörigen seien Mitarbeiter der staatlichen Oschadbank. Demnach lenkten sie zwei Geldtransporter, die regelmäßig zwischen Österreich und der Ukraine unterwegs waren, um Bargeld zwischen staatlichen Banken zu transportieren.

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In dem Beitrag wird Ungarn scharf beschuldigt. Wörtlich heißt es: "Es handelt sich tatsächlich um eine ungarische Geiselnahme, bei der das Geld gestohlen wurde. Wenn dies die "Gewalt" ist, von der Viktor Orbán heute sprach, dann ist es die Gewalt einer kriminellen Organisation. Das ist Staatsterrorismus und Erpressung."

Die Ukraine teilte mit, sie habe bereits eine offizielle Note übermittelt und die sofortige Freilassung der sieben ukrainischen Staatsbürger gefordert. Zudem appellierte sie an die Europäische Union, "die illegalen Handlungen Ungarns, die Geiselnahme und die Plünderung, rechtlich klar zu bewerten". Der Telex-Artikel verweist dabei auch auf eine Erklärung der Oschadbank. Darin heißt es, die beiden Geldtransporter seien in Ungarn "ungerechtfertigt" festgehalten worden, während sie "den regulären Transport von Devisen und Bankmetallen zwischen der Raiffeisen Bank Austria und der Oschadbank Ukraine" durchgeführt hätten.

Auf der Website der Oschadbank heißt es außerdem, die Fahrzeuge seien per GPS geortet worden und befänden sich derzeit im Zentrum von Budapest, in der Nähe einer ungarischen Sicherheitsbehörde. "Der Standort der Fahrzeuge wurde von Vertretern der ukrainischen Botschaft und des ukrainischen Außenministeriums bestätigt." Der Aufenthaltsort der Mitarbeitenden der Oschadbank sei dagegen derzeit unklar.

Weiter heißt es in der Erklärung, der Transport sei auf Grundlage eines internationalen Abkommens mit der österreichischen Raiffeisenbank erfolgt. Die Fracht sei "in Übereinstimmung mit den internationalen Transportregeln und den geltenden europäischen Zollverfahren" abgewickelt worden. Der Gesamtwert der Ladung habe bei 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro und neun Kilogramm Gold gelegen.

Euronews fragte bei der Pressestelle der ungarischen Polizei (ORFK) nach weiteren Informationen an. Eine Antwort steht bislang aus.

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