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Russischer Oligarch Protosenja, Frau und Tochter tot: Sohn bezweifelt Familiendrama-Theorie

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Von euronews
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Polizeiermittlungen in Lloret de Mar
Polizeiermittlungen in Lloret de Mar   -   Copyright  TVE / EBU (Videostandbild)   -   ESRTVE

Der Tod des russischen Oligarchen Sergej Protosenja, seiner Frau und der gemeinsamen Tochter im spanischen Lloret de Mar gibt Rätsel auf. Die Polizei geht von einem Familiendrama aus, der Sohn aber bezweifelt, dass sein Vater erst Frau und Tochter getötet und sich dann erhängt haben könnte.

Der Sohn war nicht mit in den Spanien-Urlaub gereist, sondern im Hauptwohnsitz der Familie im französischen Bordeaux geblieben. Protosenja war früher in leitender Stellung für das russische Gasunternehmen Nowatek tätig, Medienberichten zufolge soll sein Vermögen rund 418 Millionen Euro betragen haben

„Deutliche Spuren von Gewaltanwendung"

Jordi Sais Giralt, Mitglied des Stadtrats von Lloret de Mar, berichtete: „Der Sohn berichtete, er habe seit Stunden nichts mehr von seiner Mutter gehört, der Anruf kam aus Frankreich. Aufgrund dieses Anrufs, der auf eine Notlage hindeutete, näherte sich die örtliche Polizei dem Haus. Die Polizei erkannte von außen einen Körper, der von einem der Balkone hing. Als sie das erkannte, betrat sie das Haus und sah in einem der Zimmer die abgedeckten Leichen zweier Frauen, die deutliche Spuren von Gewaltanwendung aufwiesen."

Parallelen zum Fall Avajew

Die Polizei fand eine Axt und ein Messer, die als Tatwaffen in Frage kommen. Der Fall ähnelt dem Tod eines weiteren Oligarchen, Wladislaw Awajew. Die Leichen des ehemaligen Vizepräsidenten der Gazprombank sowie seiner Frau und seiner Tochter wurden einen Tag zuvor in Moskau gefunden. Bisherigem Ermittlungsstand zufolge soll Awajew erst Frau und Tochter und dann sich selbst erschossen haben.