Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Ukraine jagt Russland-Generäle mithilfe von US-Infos - 12 exekuiert

Access to the comments Kommentare
Von Euronews  mit dpa
Russische Soldaten auf Militärfahrzeugen in der Nähe von Saporischschja, Mai 2022
Russische Soldaten auf Militärfahrzeugen in der Nähe von Saporischschja, Mai 2022   -   Copyright  AP/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

US-Geheimdienst-Informationen haben offenbar dazu beigetragen, dass mehrerer russischer Generäle in der Ukraine getötet wurden. Einem Bericht der "New York Times" zufolge hätten sich beim Aufspüren der russische Generäle teilweise auf Informationen aus den USA gestützt. 

Die Zeitung berief sich auf Angaben nicht genannter ranghoher US-Militärs. Die ukrainische Armee hatte gemeldet, seit Beginn des russischen Angriffskriege im Februar zwölf russische Generäle durch gezielten Beschuss getötet zu haben.

Die USA sollen die Ukrainer mit Angaben über die Bewegungen russischer Stäbe versorgt haben. Dabei ging es insbesondere um die Standorte der „mobilen Hauptquartiere der russischen Armee“. Die ukrainische Armee soll diese Angaben dann mit den Ergebnissen ihrer eigenen Aufklärung ergänzt haben. So konnten die Ukrainer die Kommandostände mit Artillerie angreifen.

Pentagon-Sprecher John Kirby bestätigte allgemein, dass die USA der Ukraine Informationen lieferten, "die sie braucht, um sich verteidigen zu können". Zu Details äußere man sich aber nicht.

Westliche Geheimdienstinformationen halten Russland nicht auf

"Unserem Militär ist bekannt, dass die USA, Großbritannien und die Nato als Ganzes ständig Geheimdienstinformationen und andere Daten an die ukrainischen Streitkräfte übermitteln", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag gegenüber Medien. Peskow verwies zudem auf westliche Waffenlieferungen an die Ukraine.

"Das sind alles Handlungen, die nicht zum schnellen Abschluss der Operation beitragen, aber zugleich nicht in der Lage sind, das Erreichen der für die militärische Spezial-Operation gesetzten Ziele zu verhindern", sagte der Sprecher von Russlands Präsident Wladimir Putin.

Moskau hat sich zum angeblichen Verlust der Generäle nicht geäußert. Der Tod solch ranghoher Offiziere gilt als ungewöhnlich. Allerdings mussten sich bei den Schwierigkeiten des russischen Vormarsches in den ersten Wochen des Krieges viele Generäle selbst an die Front begeben und setzten sich damit der Gefahr aus, getroffen zu werden.

Die US-Quellen dementierten der "New York Times" zufolge aber, Infos über einen Frontbesuch des russischen Generalstabschefs Waleri Gerassimow weitergegeben zu haben. Die ukrainische Armee hatte nach eigenen Angaben vergangene Woche in einem russischen Stab nahe der Stadt Isjum mehrere ranghohe Offiziere getötet. Gerassimow war nach US-Angaben aber schon vorher wieder aus der Ostukraine abgereist.

***