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UN-Menschenrechtskommissio: Tausende mehr zivile Opfer in der Ukraine als bisher offiziel

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Von Julika Herzog  mit dpa, AP
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Krieg in der Ukraine
Krieg in der Ukraine   -   Copyright  Emilio Morenatti/ AP

Die wahre Zahl der zivilen Todesopfer in der Ukraine liegt wohl um mehrere Tausend höher, als die bisher offizielle Zahl von 3.381. Davon ist die UN-Menschenrechtskommission für die Ukraine überzeugt, bislang habe die Sicherheitslage es nicht erlaubt, alle Fälle zu dokumentieren.

UN-Menschenrechtlerin: wohl Tausende tote Zivilisten allein in Mariupol

Das große schwarze Loch sei die Hafenstadt Mariupol, sagte die Leiterin der Kommission UN-Menschenrechtsbeauftragten in der Ukraine Matilda Bogner.

Tausende Zivilisten seien hier ums Leben gekommen, aber auch aus anderen Städten gibt es beunruhigende Berichte, so Bogner: "In Butscha und anderen Orten nördlich von Kiew, die von den russischen Streitkräften besetzt waren, liegen uns Berichte über die rechtswidrige Tötung von über 300 Männern, Frauen und Kindern vor. Leider werden diese Zahlen weiter steigen, je mehr Gebiete wir besuchen."

IOM: Mehr als acht Millionen Vertriebene innerhalb der Ukraine

Während der Krieg weitergeht, steigt auch die Zahl der Flüchtlinge. Laut dem jüngsten Bericht der UN- Organisation für Migration (IOM) sind mittlerweile mehr als acht Millionen Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht. Zusätzlich haben gut 5,9 Millionen Menschen die Landesgrenzen auf der Flucht ins Ausland überquert.

Die WHO hat unterdessen einen Aufruf für einen Notfallfond von 150 Millionen Dollar gestartet.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte auf einer Pressekonferenz: "Diese Mittel werden den Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten, einschließlich der Traumaversorgung, für 6 Millionen Menschen unterstützen. Aber was die Ukraine wirklich mehr braucht als alles andere ist Frieden. Und deshalb fordern wir Russland erneut auf, diesen Krieg zu beenden."