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Nordkorea verstößt gegen Startverbot für Langstreckenraketen

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Von Katharina Sturm
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Nordkorea testet Interkontinental- und Kurzstreckenracketen
Nordkorea testet Interkontinental- und Kurzstreckenracketen   -   Copyright  朝鮮通信社/AP

Nur wenige Stunden nach der Abreise von US-Präsident Joe Biden aus Asien hat Nordkorea mehrere Raketen getestet. Das Land feuerte am Morgen kurz hintereinander eine Interkontinental- und zwei Kurzstreckenracketen ins offene Meer Richtung Osten ab. Die Streitkräfte Südkoreas und der USA antworteten darauf mit eigenen Stärkedemonstrationen und schossen zwei Boden-Boden-Raketen ab. Sowohl Südkorea, als auch Japan warfen Nordkorea ernsthafte Provokation vor.

Kang In-Sun, die Sprecherin des südkoreanischen Päsidenten, "verurteilt Nordkoreas Aktionen aufs Schärfste". Die Handlungen der nordkoreanischen Regierung seien illegal und verstößen direkt gegen die Bestimmungen des UN-Sicherheitsrates, so die Sprecherin. In-Sun sagte ebenfalls, dass die Tests eine klare Provokation darstellen würden, die sowohl den "Frieden auf der koreanischen Halbinsel und die internationale Gemeinschaft" bedrohen würde.

Auch Japans Ministerpräsident, Nobuo Kishi schätzt die Raketenabschüsse "unmittelbar nach dem japanisch-amerikanischen Gipfel, dem amerikanisch-südkoreanischen Gipfel und dem Gipfeltreffen" der QUAD-Länder - Japan, USA, Australien und Indien - als eine klare Provokation ein. Er bezeichent die Handlungen als "inakzeptabel".

Evan Vucci/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved
Albanese, Biden, Kishida und Modi beim QUAD-GipfeltreffenEvan Vucci/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Allein in diesem Jahr hat Nordkorea bereits 17 Raketentests durchgeführt. In letzter Zeit gibt es auch mehrere Anzeichen für einen bevorstehenden Atomversuch durch Nordkorea. Nordkorea habe mehrfach mit Sprengvorrichtungen für seinen siebten Nukleartest experimentiert, so der stellvertretende Direktor des Nationalen Sicherheitsbüros in Seoul, Kim Tae Hyo.

Der jüngste Raketentest erfolgte zu einem Zeitpunkt wachsender Unsicherheit in der Region. Zudem verstößt Nordkorea damit gegen mehrere UN-Resolutionen, die dem isolierten Land unter anderem verbieten ballistische Raketen zu testen.

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US-Präsident Joe Biden und Südkoreas Präsident Yoon Suk Yeol in SeoulLee Jin-man/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

US-Präsident Joe Biden und Südkoreas Präsident Yoon Suk Yeol haben sich bei ihrem Treffen in Seoul angesichts der wachsenden Bedrohung durch Nordkoreas Raketen- und Atomprogramm über den Ausbau der gemeinsamen Militärmanöver beraten. Nordkorea deutet die Militärübungen der USA in Südkorea als eine Provokation.