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Chaos in Paris: Wer ist für Champions League Trouble verantwortlich?

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Von Euronew  mit AP, AFP
Real Madrid feiert Champions League Sieg
Real Madrid feiert Champions League Sieg   -   Copyright  Frank Augstein/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Einen Schatten auf das Finale der Champions League - das wegen des Kriegs in der Ukraine von Russland nach Paris verlegt worden war - haben Probleme bei der Organisation geworfen, die dafür sorgten, dass das Spiel erst mit einer halben Stunde Verspätung beginnen konnte. Vor dem Stadion mussten Fans mit Tickets stundenlang auf den Einlass warten. Gegen 20 Uhr begannen einige, meterhohe Zäune zu erklettern. Später berichteten Journalisten, die Zäunekletterer seien vor allem junge Franzosen ohne Tickets gewesen.

Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin macht Liverpool-Fans mit gefälschten Tickets für das Chaos vor dem Stadion verantwortlich. Doch andere Beobachter meinen, es habe nicht mehr Leute mit Fake-Tickets gegeben als bei anderen internationalen Spielen auch.

Laut Darmanin hatten tausende britische "Anhänger" ohne Tickets oder mit gefälschten Tickets die Eingänge gestürmt. Der Innenminister dankte auf Twitter den Sicherheitskräften, die ihren Job unter schwierigen Bedingungen gemacht hätten.

Auch waren Gruppen von Besuchern bei ihrer Ankunft mit dem Vorortzug RER D in die falsche Richtung geleitet worden - oder hatten gar keine Infos bekommen und waren einfach drauflos marschiert, bevor sie im Tränengas der Sicherheitskräfte landeten.

An diesem Montag soll in mehreren Gremien über die Probleme bei der Organisation diskutiert werden.

Gewonnen hat Real Madrid Real 1 : 0 gegen Liverpool und mit dem 14. CL-Sieg seine europäische Legende aufrechterhalten. Dabei hatte Jürgen Klopp im Vorfeld gemeint, sein FC Liverpool wäre in der Favoritenrolle.

Die Fans stehen aber weiter zu Klopp und meinen es werde weitere Endspiele für Liverpool geben.

Herausragend war Thibaut Courtois im Tor von Real Madrid - und ein Tor von Vinicius (59.) reichte den Königlichen am Ende aus.

In Saint-Denis glänzten ansonsten vor allem die Verteidiger - wie beim Duell zwischen Dani Carvajal und Luis Diaz oder einem großen Auftritt von Ibrahima Konaté, der aber in seinem ersten C1-Finale besiegt wurde.

Karim Benzema erzielte diesmal zwar kein Tor, da ein Treffer vom französischen Schiedsrichter Clément Turpin wegen Abseits nicht anerkannt wurde (43.), aber der Torschützenkönig der C1 (15 Tore) in dieser Saison sammelte entscheidende Punkte auf dem Weg zum besten Spieler international und überragte seine Rivalen Mohamed Salah und Sadio Mané.

Diese Spieler haben in der Champions League in diesem Jahr die meisten Tore erzielt:

15 Tore: Benzema (Real Madrid)

13 Tore: Lewandowski (Bayern München)

11 Tore: Haller (Ajax Amsterdam)

8 Tore: Salah (Liverpool)

7 Tore: Mahrez (Manchester City), Nkunku (RB Leipzig)

6 Tore: Arnaut Danjuma (Villarreal), Cristiano Ronaldo (Manchester United), Mbappé (Paris SG), Nunez (Benfica), Sané (Bayern München)

5 Tore: Mané (Liverpool), Messi (Paris SG), Roberto Firmino (Liverpool), Rodrygo (Real Madrid)

Auf Twitter unterstreichen viele, wie peinlich das Problem bei der Organisation des Finales den Verantwortlichen sein sollte. Spielte das Sicherheitspersonal etwa Videospiele im Internet?

Dabei bereitet sich Paris schon auf die Olympischen Spiel 2024 vor.