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Tragödie in Südafrika: Woran sind 21 Jugendliche in einer Bar gestorben?

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Von Euronews  mit AFP
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Der südafrikanischer Polizeiminister Bheki Cele sagte nach einer Inspektions im Leichenschauhaus mit den Tränen kämpfend, es sei ein schrecklicher Anblick.
Der südafrikanischer Polizeiminister Bheki Cele sagte nach einer Inspektions im Leichenschauhaus mit den Tränen kämpfend, es sei ein schrecklicher Anblick.   -   Copyright  Screenshot video

Mindestens 21 Jugendliche sind in einer Bar in der Stadt East London in Südafrika tot aufgefunden worden. Ihre Leichen lagen verstreut auf Tischen, Stühlen und auf dem Boden und wiesen keine sichtbaren Verletzungen auf. Autopsien sollen jetzt klären, ob eine Vergiftung als Todesursache in Betracht kommt.

Die acht Mädchen und 13 Jungen feierten am Wochenende das Ende des Highschool-Jahres in der Kneipe. Siebzehn von ihnen wurden tot in der Taverne aufgefunden. Die übrigen starben im Krankenhaus.

"Wir hätten nicht gedacht, dass das Kind auf diese Weise sterben würde. Sie war ein bescheidenes Kind, respektvoll", sagt Ntombizonke Mgangala, die Mutter eines der Opfer. "Sie war 17 Jahre alt und wäre im November 18 geworden."

Vergiftung durch Alkohol?

Südafrika gehört zu den Ländern in Afrika, in denen am meisten Alkohol konsumiert wird. In den Township-Tavernen, die als "Shebeens" bekannt sind, ist der Alkoholausschank an über 18-Jährige erlaubt, doch häufig werden Sicherheitsvorschrifen nicht eingehalten und das Alter der Gäste nicht kontrolliert.

Die Behörden prüfen, ob sie die Vorschriften für die Erteilung von Alkoholausschankgenehmigungen überarbeiten sollen. 

Der Besitzer der Bar räumte ein, dass es an dem Abend sehr voll gewesen sei und der Sicherheitsdienst Probleme bei der Einlasskontrolle hatte. Eine Massenpanik hat die Polzei aufgrund der Auffindsituation und der fehlenden Verletzungen als Todesursache ausgeschlossen. 

"Als Geschäftsmann hätte ich nicht erwartet, dass so etwas passieren würde, solche Dinge passieren unerwartet", so der Besitzer der "Enyobeni Tavern" Siyakhangela Ndevu. Er versprach, dass man untersuchen werde, was geschehen ist. 

Jüngsten Opfer waren 13 Jahre alt

Der südafrikanischer Polizeiminister Bheki Cele sagte nach einer Inspektions im Leichenschauhaus mit den Tränen kämpfend, es sei ein schrecklicher Anblick. Die jüngsten Opfer seien 13 und 14 Jahre alt.

Präsident Cyril Ramaphosa, der derzeit am G7-Gipfel in Deutschland teilnimmt, übermittelte sein Beileid und äußerte sich besorgt über die Umstände, unter denen sich die jungen Menschen zu Tode kamen. 

Leere Alkoholflaschen, Perücken und eine pastellviolette "Happy Birthday"-Schärpe wurden auf der Straße vor der zweistöckigen Enyobeni-Taverne gefunden.   

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