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NATO sieht vorerst keine diplomatische Lösung im Ukraine-Krieg

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Von Stefan Grobe  & Amdra Diaconescu
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Der stellvertretende NATO-Generalsekretär Mircea Geona
Der stellvertretende NATO-Generalsekretär Mircea Geona   -   Copyright  Euronews

Aus dem Donbass werden weiter heftige Kämpfe gemeldet mit russischen Artillerieangriffen. Im südlichen Gebiet von Cherson versucht die ukrainische Armee, eine Gegenoffensive zu organisieren. Damit dreht sich alles weiter um die Kontrolle des Schwarzen Meeres.

Hat die Diplomatie noch eine Chance? Fragen an den stellvertretenden NATO-Generalsekretär und früheren Außenminister Rumäniens, Mircea Geona.

Geoana: Wahrscheinlich wird der Krieg auf dem Schlachtfeld entschieden. Die politischen Bedingungen zwischen den beiden Seiten liegen heute zu weit auseinander, als dass wir vorerst Voraussetzungen für eine diplomatische Lösung sehen könnten. Also, leider mehr Krieg und mehr Zerstörung. Aber natürlich hoffen wir, dass eines Tages die Bedingungen für eine politische Lösung erfüllt sein werden.

Euronews: Ist die Tatsache, dass sich die Russen von der Schlangeninsel zurückgezogen haben, ein Zeichen dafür, dass der Krieg bald enden wird?

Geoana: Der Rückeroberung der Schlangeninsel wurde zu Recht viel Aufmerksamkeit geschenkt. Dies ist auch für das gesamte Schwarze Meer sehr wichtig. Die Insel liegt nur 40 Kilometer außerhalb des Hafens von Constanza und der Donaumündung. Das ist ein strategisches Stück Eigentum. Und dass Russland wegen der massiven Angriffe der Ukraine gezwungen war, die Insel aufzugeben, war ein sehr gutes Zeichen. Außerdem war es ein taktischer Sieg, auch für die Moral der Ukrainer. Das ist also eine Menge. Und natürlich ist es für die Freiheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer von großer Bedeutung.

Die Schlangeninsel im Schwarzen Meer ist zu einem Symbol ukrainischer Entschlossenheit geworden. Sie wurde zu Beginn der russischen Invasion besetzt und kürzlich von der Ukraine zurückerobert.