Durch vermintes Meer: Wie kann Getreide aus der Ukraine exportiert werden?

Russische Minensucher im Hafen von Mariupol in der Ukraine
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Von Euronews mit AFP, AP
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In Istanbul beraten die Ukraine, Russland, die Türkei und die UNO über Korridore für Frachtschiffe, die Getreide aus dem Kriegsgebiet bringen.

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Militärdelegationen aus der Ukraine, Russland und der Türkei sowie Vertreter der UN beraten heute in Istanbul - bei den Gesprächen geht es allerdings nicht um eine Waffenruhe, sondern um einen Korridor im Schwarzen Meer, um Getreide aus dem Kriegsgebiet zu exportieren.

Die Ukraine kann derzeit kaum landwirtschaftliche Produkte außer Landes bringen, da viele Häfen im Süden des Landes durch den Krieg blockiert sind. Die Stadt Mariupol mit dem strategisch wichtigen Hafen wird von Russland kontrolliert.

Außerdem beschuldigt Kiew Moskau, Getreide von den Bauernhöfen in den russischen Truppen eroberten Gebieten zu stehlen.

Die Regierung in Kiew fordert, dass die Frage des ukrainischen Getreides unter der Schirmherrschaft der UNO geklärt wird. 

Die Transporte könnten entlang bestimmter Korridore beginnen, wobei ukrainische Kriegsschiffe die Getreide-Frachter durch verminte Gewässer leiten sollten.

Selbst wenn eine Einigung zustande kommt, werden Schifffahrts- und Versicherungsunternehmen Sicherheitsgarantien verlangen.

Lebensmittelpreise steigen derzeit weltweit immer weiter und der Krieg auf dem Gebiet des größten Getreidelieferanten der Welt verschärft die Hungerkrisen in den ärmeren Ländern der Erde.

Weizen und Düngemittel machen fast ein Fünftel der ukrainischen Ausfuhren aus.

Die aktuelle Ernte ist auch dadurch gefährdet, dass es inzwischen an Lagerraum mangelt.

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