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Spenden und Massagen für Feuerwehrleute: Freiwillige Helfer am Atlantik sind mobilisiert

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Von Anelise Borges
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Rauch über der Düne von Pyla
Rauch über der Düne von Pyla   -   Copyright  THIBAUD MORITZ/AFP or licensors

Seit einer Woche sind Hunderte von Feuerwehrleuten im Südwesten Frankreichs im Einsatz, um die massiven Brände einzudämmen, die in dieser Region bereits 17.000 Hektar Wald zerstört haben. Sie sagen, es fühle sich an, als hätten sich die Elemente gegen sie verschworen.

Für die vielen Evakuierten, allein 15.000 waren es am Montag, ist das Feuer eine persönliche Tragödie. Immer wieder kommt der Satz: "Wir wissen nicht, wie es weitergeht."

Euronews-Reporterin Anelise Borges berichtet aus der Ortschaft Villandraut, die nur wenige Kilometer von den Flammen entfernt liegt. Dort wurde das Kulturhaus in ein Koordinationszentrum umgewandelt, um Spenden sammeln und die Menschen zu unterstützen, die um ihren Ort kämpfen.

"Die Feuerwehrleute kommen gern vorbei"

"Ja, es ist für mich das erste Mal", berichtet eine freiwillige Helferin. "Wie ich mich fühle? Wie alle anderen auch, es ist stressig. Aber ich glaube, dass wir alle lieber aktiv sind. Es gibt unheimlich viele Freiwillige. Wir sind froh, dass wir in unserem Dorf bleiben können."

Eine andere Frau fügt hinzu: "Es ist schmerzhaft, aber wir sagen uns immer wieder, dass dies unsere Heimat ist. Wir sind froh, dass wir helfen, mit dabei sein können und sehen, wie es in unserer Stadt weitergeht."

Ein Mann, der schon seit sechs Tagen im Spendenzentrum mithilft sagt: "Die Feuerwehrleute kommen gern vorbei. Wir versuchen, uns um sie zu kümmern, wir bieten ihnen sogar Massagen an."

Nachwirkungen auf die Umwelt über Generationen hinweg

Starke Winde am Montagabend haben den Löscheinsatz verlangsamt - und die schwierige Aufgabe der Feuerwehrleute noch komplizierter gemacht. Sie waren gezwungen, im Laufe des Tages und des Abends mehrfach die Position zu wechseln.

Außerdem wurde damit begonnen, Bäume zu fällen, um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern, insbesondere in der Nähe von Dörfern. Und das in dem größten Waldgebiet Frankreichs, in dem die Umweltauswirkungen dieser Brände noch über Generationen hinweg zu spüren sein werden.