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Atomvertrag: Iran legt Antwort vor

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Von Euronews  mit AFP, AP, dpa
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Rafael Grossi, Leiter der Internationalen Atombehörde, und Irans Außenminister Hussein Amirabdollahian bei einem Treffen in Teheran am 5. März 2022.
Rafael Grossi, Leiter der Internationalen Atombehörde, und Irans Außenminister Hussein Amirabdollahian bei einem Treffen in Teheran am 5. März 2022.   -   Copyright  AP/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved. This material may not be published, broadcast, rewritten or redistribu

Im Schachspiel über eine Wiederbelebung des Atomvertrags hat der Iran einen weiteren Zug gemacht. Er übermittelte seine Antwort auf einen Kompromissvorschlag an die Europäische Union. Eine Sprecherin des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell bestätigte am Dienstag den Eingang des Schreibens, ohne auf Inhalte einzugehen. "Im Moment prüfen wir sie und beraten mit den anderen Partnern des Abkommens und den USA über das weitere Vorgehen", sagte Sprecherin Nabila Massrali.

Die Bemühungen zur Rückkehr zum Abkommen von 2015 haben das Ziel, das iranische Atomprogramm einzuschränken. Im Gegenzug sollen Sanktionen fallen. Der frühere US-Präsident Donald Trump hatte das Abkommen 2018 einseitig aufgekündigt und neue, scharfe Sanktionen verhängt. Danach sah sich auch Teheran nicht mehr daran gebunden.

Nach Joe Bidens Einzug ins Weiße Haus scheint eine Wiederaufnahme des Abkommens wieder möglich. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland, China und indirekt die USA versuchen seit 16 Monaten erfolglos mit dem Iran zu verhandeln, das Abkommen wiederherzustellen. Der Iran hat wiederholt versucht, die USA für das Scheitern verantwortlich zu machen.

Vor gut einer Woche wurden die Gespräche in Wien unter Vermittlung der Europäischen Union für beendet erklärt. Borrell sprach von einem guten Kompromiss und betonte, dass der Text für das Abkommen nun fertig sei.