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Tödliche Unwetter: Chaos auf Korsika - Trauer um Kinder in Kärnten

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Von Euronews mit dpa, AFP, AP
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Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin begutachtet Sturmschäden in Calvi auf Korsika
Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin begutachtet Sturmschäden in Calvi auf Korsika   -   Copyright  Emmanuel Dunand/AP

Nach den verheerenden Unwettern in Teilen Österreichs und im westlichen Mittelmeerraum ist die Schlechtwetterfront auch in Richtung Norden weitergezogen. Insgesamt kamen über ein Dutzend Menschen ums Leben, die meisten von ihnen durch umstürzende Bäume.

In Voitsberg in der Steiermark kippte ein Baum auf einen zu dem Zeitpunkt nicht genutzten Kindergarten.

Landesweit starben fünf Menschen, unter ihnen zwei Kinder im Alter von vier und acht Jahren. Im niederösterreichischen Gaming wurden drei Frauen bei einer Wanderung von einem Baum erschlagen, Über ein Dutzend Menschen wurden verletzt, drei von ihnen schwer. Die Böen rreichten Spitzengeschwindigkeiten von 140 km/h. Im Süden Österreichs brach örtlich der Verkehr zusammen. Der Bahnverkehr wird weiter umgeleitet.

Am schlimmsten betroffen waren Kärnten, die Steiermark und Niederösterreich.

Auf Korsika hinterließ Starkregen in Verbindung mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 220 km/h Chaos und Verwüstung. Mindestens sechs Menschen kamen ums Leben, darunter ein an der Westküste bei Sagone von einem Baum erschlagenes 13-jähriges Mädchen. Im nahen Coggia starb eine 72-jährige Frau in den Trümmern ihres Autos, nachdem schwere Dachteile den Pkw getroffen hatte. Auf dem Mittelmeer rückten korsische Seenotretter zu Dutzenden Einsätzen aus. Jede Hilfe zu spät kam für einen Fischer und eine Kajakfahrerin.

Korsika: Urlaubsträume geplatzt

Zehntausende Haushalte waren auch Freitagnachmittag noch auf Korsika von der Stromversorgung abgeschnitten. Alle Campingplätz mussten geräumt werden. Zehntausende Urlaubende verbrachten die Nacht in Notunterkünften. Und ihr Aufenthalt dort könnte sich verlängern, denn die Inselbehörden veröffentlichten bereits neue Unwetterwarnungen. Seit Donnerstagabend ist Innenminister Gerald Darmanin auf Korsika, um sich ein Bild vom Ausmaß der Verwüstungen zu machen. Die französische Regierung kündigte bereits Hilfe für die Region an.

Tote auch in Italien

In Italien riefen die Behörden der Regionen Toskana und Veneto den Notstand aus. Unwetterwarnungen gelten für den gesamten Norden des Landes inklusive Südtirol. In der toskanischen Stadt Lucca und in Carrara an der Küste wurden ein Mann und eine Frau erschlagen.

Für den Norden und die Mitte Italiens werden auch am Wochenende Unwetter erwartet, während im Süden des Landes staubtrockene Hitze mit Werten bis 43 Grad Celsius herrscht. Verantwortlich für das Sturmtief ist laut Wetterdiensten kalte Luft aus Nordeuropa, die auf warme Luft im Mittelmeerraum treffe.