Sportkletterin Rekabi unter Hausarrest? Widersprüchliche Berichte

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Von Euronews smit AP, dpa
Rekabi wurde nach ihrer Rückkehr nach Teheran im Sportministerium empfangen
Rekabi wurde nach ihrer Rückkehr nach Teheran im Sportministerium empfangen   -   Copyright  AP/AP

Nach der Rückkehr der iranischen Sportkletterin Elnaz Rekabi nach Teheran gibt es unterschiedliche Berichte über ihr Schicksal.

Laut Medienberichten steht die Iranerin unter Hausarrest. Iranische Behörden vermeldeten, die Sportlerin ruhe sich lediglich Zuhause aus.

Rekabi hatte bei der Asienmeisterschaft in Südkorea das für iranische Sportlerinnen obligatorische Kopftuch abgenommen und sich später dafür entschuldigt. Möglich erscheint, dass sie sich damit dem Druck iranischer Behörden gebeugt hat.

Über soziale Medien meldete sich die Sportlerin selbst zu Wort. Sie dankte allen Menschen im Iran und der internationalen Gemeinschaft für deren Unterstützung. Auf den Kopftuch-Konflikt ging sie nicht ein. In der Öffentlichkeit war die Iranerin seit ihrer Ankunft am Flughafen Teheran und einem Fototermin im Sportministerium offenbar nicht mehr gesehen worden.

Rekabi ist für die gegen die iranische Regierung protestierenden Menschen zu einer Heldin geworden. Das Video, wie sie mit einem schwarzen Haarband bei den Asienmeisterschaften zur Kletterwand läuft, die Haare zum Zopf gebunden, ging um die Welt.