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"Millionen Leben in Gefahr": Keine Getreide-Schiffe auf Schwarzem Meer

Seit dem heutigen Mittwoch sollen keine Frachtschiffe mit ukrainischem Getreide aus den Häfen am Schwarzen Meer auslaufen.
Seit dem heutigen Mittwoch sollen keine Frachtschiffe mit ukrainischem Getreide aus den Häfen am Schwarzen Meer auslaufen. Copyright Khalil Hamra/AP
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Von Euronews mit dpa, afp
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen langfristigen Schutz für die Getreideexporte seines Landes über das Schwarze Meer gefordert. Russland hatte den Getreide-Deal nach Drohnenangriffen auf seine Schwarzmeerflotte ausgesetzt.

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An diesem Mittwoch sollen keine Schiffe mit Getreide an Bord ukrainische Häfen verlassen. 

UN-Koordinator rechnet mit Getreide-Transporten am Donnerstag

Nachdem am Dienstag trotz Russlands Rückzug aus dem Getreide-Abkommen weiter Frachter auf dem Schwarzen Meer unterwegs waren, wird der humanitäre Korridor nun vorübergehend geschlossen. 

Der UN-Koordinator für Getreide-Transporte gibt sich aber zuversichtlich, dass er bald wieder geöffnet wird. "Obwohl für den 2. November keine Schiffsbewegungen im Rahmen der #BlackSeaGrainInitiative geplant sind, erwarten wir, dass beladene Schiffe am Donnerstag auslaufen", twittert er. Die Exporte von Getreide und Lebensmitteln aus der Ukraine️ müssten weitergehen.

Putin stellt Bedingungen

Der russische Präsident Wladimir Putin fordert Garantien, dass der Schifffahrtskorridor nicht für militärische Zwecke genutzt wird. Das unterstrich Putin in einem Telefongespräch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. 

Er erklärte erneut, Moskau habe das Abkommen als Reaktion auf massive Drohnenangriffe der Ukraine auf die russische Schwarzmeerflotte auf der Krim ausgesetzt.

Selenskyj fordert Schutz der Korridore für Getreide-Frachter

Kiew bestreitet, die Schiffswege für Angriffe genutzt zu haben. In seiner nächtlichen Videobotschaft forderte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einen langfristigen Schutz der Getreide-Korridore durch das Schwarze Meer.

Die Welt müsse entschlossen auf jeden russischen Versuch reagieren, die Passage zu blockieren. Es gehe um das Leben von mehreren zehn Millionen Menschen.

Zuvor hatte Selenskyj die EU-Energiekommissarin, Kadri Simson, in Kiew empfangen. Sie warf dem Kreml vor, das Leid der Menschen durch gezielte Angriffe auf das Energiesystem zu vergrößern. 40 Prozent des Energienetzes sind nach Angaben aus Kiew bereits zerstört.

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