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Nase voll von Stau: Slowakische Lkws blockieren Grenzübergang zu Tschechien

Lkw-Kontrolle am Grenzübergang
Lkw-Kontrolle am Grenzübergang Copyright Petr David Josek/AP
Copyright Petr David Josek/AP
Von Euronews mit RTVS
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Ärger bei slowakischen Spediteuren: Wegen der von Tschechien eingeführten Grenzkontrollen zur Eindämmung der illegalen Einwanderung kommt es zu langen Wartezeiten für Lkw.

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Den slowakischen Lkw-Fahrern reichts. In der Nacht zu Montag portestierten mit einer Straßenblockade gegen die langen Wartezeiten auf der Autobahn D2 am Grenzübergang Brodské zu Tschechien.

Schuld sind die Einseisekontrollen an den tschechischen Grenzen, die zur Eindämmung der illegalen Einwanderung eingeführt wurden und slowakischen Spediteuren seit über einem Monat Probleme bereiten.

"Wir haben diesen Protest eigentlich ins Leben gerufen, um Tschechien zu warnen, dass es gut wäre, wenn die Kontrollen auf der tschechischen Seite an den Übergängen beschleunigt würden", so Stanislav Skala, Vorsitzender des Verbandes der slowakischen Spediteure (UNAS). "Es wäre gut, wenn das innerhalb etwa 20 Minuten vonstattenginge."

Stundenlanges Warten in der kilometerlangen Schlange

Die Lkw-Fahrer protestieren auch gegen die Geldstrafen, die bei einer verspäteten Lieferung der Waren aufgebrummt werden. Noch schlimmer ist das stundenlange Warten in der kilometerlangen Schlange, erklärt Brummifahrer Tomáš. "Ganz gleich ob um 6, 5 oder 8 Uhr, was immer du machst. Wenn du nachts fährst, stehst du 4 Stunden. Tagsüber sind es 8 oder 9. Das ist eine Katastrophe."

Die Blockade wurde am frühen Montagmorgen wieder aufgehoben. Grund dafür war eine flüssigere Abfertigung der Lkw. Tschechien hatte das Personal am Grenzübergang verstärkt.

Die Brummifahrer drohen mit erneuten Behinderungen am Freitag sollte es bis dahin wieder zu Staus an der Grenze kommen.

Tschechien verlängert Grenzkontrollen zur Slowakei bis Mitte Dezember

Ende September hatte Tschechien die Kontrollen an den Übergängen zur Slowakei eingeführt und Ende Oktober um weitere 45 Tage bis zum 12. Dezember verlängert.

"«Das ist eine Maßnahme, die wir nicht gerne ergreifen, aber die Situation macht es erforderlich", sagte Ministerpräsident Petr Fiala. Hintergrund ist ein Anstieg der Migration auf der sogenannten Westbalkanroute, die über die Türkei und Balkanländer wie Serbien und Nordmazedonien in die Europäische Union führt.

Seit dem Beginn der Kontrollen wurden fast 5500 illegal einreisende Migranten aufgegriffen. Zudem nahm die tschechische Polizei 74 Schleuser fest. Neben Hunderten Polizisten kommen auch 80 Soldaten und 60 Zollbeamte zum Einsatz.

Tschechien und die Slowakei gehören dem Schengen-Raum an, in dem regulär keine Grenzkontrollen mehr stattfinden. Bis zur friedlichen Trennung zum 1. Januar 1993 bildeten beide Länder einen gemeinsamen Staat, die Tschechoslowakei.

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