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Britisches Gesundweitswesen vor Kollaps: Pflegekräfte treten in Streik

Für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Lohn: Es ist der größte Ausstand in der Geschichte des NHS.
Für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Lohn: Es ist der größte Ausstand in der Geschichte des NHS. Copyright Kin Cheung/AP
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Von Euronews mit dpa
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Da die Lage in den überlasteten Notaufnahmen durch den Streik noch kritischer ist, rät die Regierung in London von Kontaktsport und anderen „riskanten Aktivitäten“ ab.

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In Großbritannien streiken die Pflegekräfte – zum zweiten Mal innerhalb einer Woche. Sie kritisieren die katastrophale Situation in britischen Krankenhäusern, Arztpraxen und Notaufnahmen. 

47.000 Pflegekräfte fehlen allein in England

Allein in England fehlen 47.000 Pflegekräfte, mehr als sieben Millionen Menschen warten auf Routineeingriffe - teils monatelang. Vor den Notaufnahmen bilden sich lange Schlangen. Immer wieder berichten Menschen, im Notfall einen Krankenwagen gerufen zu haben, der dann nie kam.

Es ist der größte Ausstand in der Geschichte des staatlichen Gesundheitsdiensts NHS. Die Forderungen und der Streikenden: Mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen.

Da die Lage in den überlasteten Notaufnahmen durch den Streik noch kritischer ist, rät die Regierung momentan von Kontaktsport und anderen „riskanten Aktivitäten“ ab.

Größter Streik in Geschichte des NHS

"Die Führungskräfte des NHS sind tief besorgt über das Ausmaß des Leids und der Risiken, die den Patienten entstehen könnten", schrieb Matthew Taylor, Chef der NHS Confederation, in der Organisationen des Gesundheitsdienstes zusammengeschlossen sind, in einem Brief an Premierminister Rishi Sunak. 

Die Sicherheit der Patienten könne nicht garantiert werden, wenn an diesem Mittwoch nach dem Pflegepersonal auch noch die Krankenwagenfahrer streiken wollen.

Taylor forderte Sunak auf, den Streit rasch zu beenden. Aktuelle Nachbesserungen bei den Löhnen lehnte der konservative Regierungschef aber ab. Dafür gebe es im bis Anfang April laufenden Finanzjahr keinen Spielraum, sagte Sunak der Zeitung "Daily Mail". Er deutete aber mehr Entgegenkommen im nächsten Jahr an. Ob sich das medizinische Personal so verströsten lässt, ist mehr als zweifelhaft. Immer mehr Menschen werfen ihre Jobs im Gesundheitswesen hin, weil sie die Überlastung nicht mehr aushalten.

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