Jahresrückblick 2022: Der Krieg in der Ukraine und die EU

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Von Stefan Grobe
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Am 24. Februar greift Russland die Ukraine an. Es beginnt eine Periode, die die EU zu einer völligen Neuorientierung zwingt: diplomatisch, wirtschaftlich, energiepolitisch - und gegenüber Russland.

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24. Februar: Nach Monate langen Vorbereitungen greift Russland seinen Nachbarn Ukraine an.

Es beginnt eine Periode, die die EU zu einer völligen Neuorientierung zwingt: diplomatisch, wirtschaftlich, energiepolitisch - und gegenüber Russland.

Noch in derselben Nacht beschließt die EU, Moskau zu bestrafen - hart!

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: "Wir werden Russlands Wirtschaft und Modernisierungsfähigkeit schwächen."

Belgien Ministerpräsident Alexander De Croo: "Wir brauchen Sanktionen, die wirklich beißen."

EU-Außenbeauftragter Josep Borrell: "Die härtesten Strafen, die wir je beschlossen haben."

Im Laufe der Zeit kommen acht Sanktionsrunden aus Brüssel. Höhepunkt ist ein Ölembargo. Das Ziel: Europa unabhängig von russischer Energie zu machen - ein andauernder Prozess...

Zugleich wird Europa von einer Welle der Solidarität mit ukrainischen Flüchtligen erfasst. Ukrainer erhalten einen Sonderstatus, der ihnen erlaubt, zu arbeiten und Unterstützung zu bekommen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird zur unermüdlichen Stimme seines Landes vor Parlamenten auf der ganzen Welt.

Und dann dies: Ursula von der Leyen tritt in einem Interview mit Euronews eine Debatte über eine EU-Mitgliedschaft der Ukraine los: "Sie gehören zu uns, sie sind einer von uns, und wir wollen sie."

Europas Spitzen reisen während des Frühjahrs in die Ukraine und versprechen politische, militärische und finanzielle Hilfe ... und sehen die Zerstörung. Es wächst der diplomatische Druck, die Ukraine stärker an die EU zu binden.

Ende Juni erkennt die EU auch offiziell an, dass die Ukraine "einer von uns" ist - eine künftige Mitgliedschaft wird zum politischen Ziel.

Doch das bringt den Krieg nicht zum Ende im Gegenteil. Am Jahresende ist die EU entschlossen, Moskau und Wladimir Putin zur Rechenschaft zu ziehen. Von der Leyen: "Wir schlagen ein UN-Sondertribunal vor, dass die russischen Verbrechen ermittelt und verfolgt."

Der Krieg wird 2023 weitergehen - und mit ihm das menschliche Leid.

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