Das Wahlchaos geht weiter: Kevin McCarthy bekommt einfach keine Mehrheit

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Von Euronews  mit dpa
Kevin McCarthy (r.) im Gespräch mit dem Abgeordneten Jim Jordan
Kevin McCarthy (r.) im Gespräch mit dem Abgeordneten Jim Jordan   -   Copyright  Andrew Harnik/AP Photo

Der Republikaner Kevin McCarthy ist auch im sechsten Anlauf bei der Wahl zum Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses durchgefallen. Die Abstimmung über den Vorsitz der Parlamentskammer wurde daraufhin ausgesetzt und auf den Abend (Ortszeit/Donnerstag 2.00 Uhr MEZ) verschoben.

Der 57-Jährige hatte bereits in den vorangegangenen drei Wahlgängen gestern und weiteren drei Anläufen am heutigen Mittwoch nicht die erforderliche Zahl an Stimmen erreicht. Auch dieses Mal hatten die Republikaner wieder einen Gegenkandidaten nominiert, den republikanischen Abgeordneten Byron Donalds. Auf ihn entfielen wieder 20 Stimmen, wie die Leiterin der Sitzung in der Parlamentskammer mitteilte.

Trumps Appell verpufft

Donalds wurde von einer glühenden Anhängerin des ehemaligen Präsidenten Donald Trump nominiert, Lauren Boebert. Trump hatte Stunden zuvor noch die Partei dazu aufgerufen, sich hinter McCarthy zu stellen und diesen zu wählen.

Auch die Schützenhilfe von Ex-Präsident Donald Trump, der dazu aufgerufen hatte, McCarthy auf den Chefposten zu wählen, brachte nicht den gewünschten Erfolg. Auch sein erneuter Appell beeindruckte die parteiinternen Rebellen nicht, was einmal mehr ein Zeichen für Trumps geschwundenen Einfluss innerhalb der Republikanischen Partei ist.

Die Kongresskammer schloss direkt einen fünften Wahlgang an. Es war jedoch nicht absehbar, dass McCarthy dort Erfolg haben könnte. Der Chef des Repräsentantenhauses ist der drittwichtigste Vertreter der USA - die vorherige Amtsinhaberin war die Demokratin Nancy Pelosi.