"Stoppt den Krieg": 10.000 Menschen demonstrieren in Berlin für den Frieden

Eine Demonstrantin hat sich vor dem Berliner "Cafe Moskau" in eine ukrainische Flagge gewickelt.
Eine Demonstrantin hat sich vor dem Berliner "Cafe Moskau" in eine ukrainische Flagge gewickelt. Copyright ODD ANDERSEN/AFP
Von euronews mit dpa
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Am Jahrestag des Kriegsbegins forderten die Demonstranten ein Ende der Gewalt in der Ukraine. Es gab eine große Kundgebung vor dem Brandenburger Tor.

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Ein ausgestellter Panzer vor der russischen Botschaft in Berlin als Symbol gegen den Krieg:  Rund 10.000 Menschen haben für Frieden in der Ukraine demonstriert. Sie zogen über den Boulevard Unter den Linden vorbei an der russischen Botschaft zum Brandenburger Tor, das am Abend blau-gelb angestrahlt wurde. Viele Demonstranten schwenkten blau-gelbe ukrainische Flaggen. Immer wieder riefen sie "Freiheit für die Ukraine" und "Stoppt den Krieg".

Bei einer Kundgebung riefen Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey und der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev zur Unterstützung der Ukraine auf. Begleitet wurden sie auf der Bühne von vielen Botschaftern weiterer europäischer Länder. 

Vor der Russischen Botschaft nahe das Brandenburger Tors skandierten die Menschen: "Russland ist ein Terrorstaat". Auf einem großen Transparent stand: "Freedom for Ukraine". Rund 800 Polizisten waren im Einsatz. Bis auf einen Eierwurf auf die Botschaft kam es zu keinen Zwischenfällen.

Biden: Keine Kampfjets für Kiew

In der Diskussion über weitere Waffenlieferungen für die Ukraine haben die USA ausgeschlossen, dass die Regierung in Kiew f-16-Kampfjets bekommt. US-Präsident Joe Biden sagte mit Blick auf Forderungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj "Er braucht jetzt keine F-16." 

Aus der Sicht des US-Militärs gebe es momentan keinen Grund, die Kampfflugzeuge zur Verfügung zu stellen. Man könne aber nicht wissen, was in einem, zwei oder drei Jahren gebraucht werde. Ähnlich hatte sich zuvor schon der Sicherheitsberater des Weißen Hauses, Jake Sullivan geäußert.

Zum Jahrestag des russischen Einmarschs in die Ukraine erhöht die internationale Gemeinschaft den Druck auf Moskau. Die Europäische Union beschloss unter anderem zusätzliche Handelsbeschränkungen vor, die insbesondere für industrielle Güter gelten sollen, die die russische Industrie nicht über Drittstaaten wie China beziehen kann. Seit Februar vor einem Jahr ist dies bereits das zehnte Paket mit Sanktionen.

Wie in diesen Fällen üblich gibt es auch wieder eine Liste von Personen,die nicht mehr in die EU einreisen dürfen und deren etwaige Vermögen in der EU eingefroren werden müssen. Das zielt auf Propagandisten, militärische Befehlshaber und politische Führungskräfte ab.

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