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Suche nach Überlebenden: Marokko holt Hilfe aus vier Ländern ins Erdbebengebiet

Rettungskräfte in Marokko durchkämmen die Trümmer
Rettungskräfte in Marokko durchkämmen die Trümmer Copyright Mosa'ab Elshamy/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
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Von Euronews mit AP, AFP, dpa
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Internationale Hilfe hat das Königreich Marokko bisher nur aus Spanien, Großbritannien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten angefordert. Beobachter sagen, dass aber viel mehr Hilfe benötigt wird.

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Rettungskräfte in Marokko durchkämmen die Trümmer, um die Menschen zu erreichen, die nach dem starken Erdbeben in der Nacht zu Samstag unter eingestürzten Häusern eingeschlossen sind. 

Das stärkste Beben in dem nordafrikanischen Land seit Jahrzehnten hat die Region im Atlasgebirge 70 km südwestlich von Marrakesch getroffen. Experten geben einen Richtwert von 72 Stunden an, in denen ein Mensch ohne Wasser auskommen kann.

Die Behörden geben die Zahl der Todesopfer bislang mit über 2.100 an. Mehr als 2.400 Menschen sind verletzt und hunderte werden noch vermisst. Das Beben war selbst in den Küstenstädten Rabat und Casablanca sowie in Agadir zu spüren, das in den 1960er Jahren nach einem verheerenden Beben komplett neu aufgebaut werden musste.

Keine Hilfe aus Deutschland und Frankreich angefragt

Rettungskräfte kommen nur langsam voran, zum einen, weil sie behutsam vorgehen müssen, zum anderen, weil einige betroffene Gegenden schwer zugänglich sind. Das Beben hat abgelegene Gemeinden von der Außenwelt abgeschnitten.

Internationale Hilfe hat das Königreich Marokko bisher nur aus Spanien, Großbritannien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten angefordert. Beobachter sagen, dass aber viel mehr Hilfe benötigt wird. 

"Wir waren auch in der Türkei, wir helfen auf der ganzen Welt, egal wie weit entfernt", sagt ein Mann aus einem Rettungsteam der spanischen Militäreinheit für Notfälle. Die Gruppe bestehend aus 50 Soldaten und vier Hunden ist am Sonntag in Marrakesch eingetroffen, um in einem Gebiet zu arbeiten, das 25 Kilometer vom Epizentrum des Erdbebens entfernt liegt. "Im Hinblick auf unser Nachbarland Marokko, mit dem uns  engen Beziehungen verbinden, mussten wir einfach kommen." 

Angst vor Nachbeben

Aus Angst vor Nachbeben, von denen es am Wochenende einige gegeben hat, verbringen viele Menschen die Nächte weiterhin im Freien und schlafen auf Bürgersteigen und Plätzen. Das größte Nachbeben seit Samstag hatte eine Stärke von 3,9.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, aus mehr als 300.000 Menschen von dem Erdbeben betroffen sind, und warnt, dass Wasser, Nahrungsmittel und Medikamente benötigt werden.

Militär und Rettungsdienste konzentrieren sich auf abgelegene Dörfer, in denen viele weitere Opfer vermutet werden.

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