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Putin wagt erste Auslandsreise in diesem Jahr: nach Kirgistan

Russlands Präsident Wladimir Putin und Kirgistans Präsident Sadyr Dschaparow am 12.10.2023
Russlands Präsident Wladimir Putin und Kirgistans Präsident Sadyr Dschaparow am 12.10.2023 Copyright Dmitry Azarov/Sputnik
Copyright Dmitry Azarov/Sputnik
Von Euronews
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Anders als in vielen anderen Ländern der Erde droht Wladimir Putin in Kirgistan keine Festnahme wegen Kriegsverbrechen gegen die Ukraine.

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Anders als in vielen anderen Ländern der Erde droht Wladimir Putin in Kirgistan keine Festnahme wegen Kriegsverbrechen gegen die Ukraine.

Russlands Präsident ist am Donnerstag in der zentralasiatischen Republik Kirgistan eingetroffen. Es ist Putins erster Auslandsbesuch in diesem Jahr und es ist das erste Mal, dass er Russland verlassen hat, seit der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag im März einen Haftbefehl gegen ihn ausgestellt hat.  

Ein Gipfeltreffen in Südafrika hatte Putin kürzlich absagen müssen, weil er in dem Land gleich nach seiner Einreise festgenommen worden wäre. 

In der kirgisischen Hauptstadt Bischkek nimmt der Kremlchef an einem Gipfeltreffen der GUS-Staaten teil, der ehemaligen Mitglieder der Sowjetunion. Bei seinem bis Freitag geplanten Aufenthalt dürfte sich Putin einmal mehr auch zu seinem seit fast 600 Tagen andauernden Krieg gegen die Ukraine äußern.

Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan ist dieses Mal nicht dabei. Das armenische Parlament hat nach der jüngsten Besetzung Berg-Karabachs durch Aserbaidschan für die Anerkennung des Internationalen Strafgerichtshofs gestimmt. Paschinjans Abwesenheit auf dem Gipfel ist ein weiterer Beweis für die derzeit angespannten Beziehungen zwischen Armenien und seiner ehemaligen Schutzmacht Russland.

Putin will mit der Reise einmal mehr zeigen, dass er trotz der Sanktionen des Westens im Zuge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine international nicht isoliert ist.

Ziel seiner Reise ist auch, anderen Staaten wie China, der Türkei und der Europäischen Union im Ringen um Einfluss in Zentralasien nicht das Feld zu überlassen. Putin nimmt laut Kreml in Kant – rund 20 Kilometer östlich von Bischkek – auch an einer Zeremonie zum 20-jährigen Bestehen der dortigen russischen Luftwaffenbasis teil. In der kommenden Woche plant Putin laut Kreml auch eine China-Reise.

Experten hatten Russland bescheinigt, nach dem Beginn des Krieges gegen die Ukraine am 24. Februar vorigen Jahres in Regionen wie Zentralasien, aber auch im Südkaukasus an Einfluss verloren zu haben.

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