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Erdbeben unter Supervulkan in Italien: Sorge vor Ausbruch der Phlegräischen Felder

Sorge vor Ausbruch des Supervulkans
Sorge vor Ausbruch des Supervulkans Copyright Frances D'Emilio/AP
Copyright Frances D'Emilio/AP
Von Euronews
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In den vergangenen Wochen bebte die Erde unter dem Supervulkan bei Neapel mehrmals. Die Menschen, die in dem Gebiet der Phlegräischen Felder leben, wissen, dass ein baldiger Ausbruch des Vulkans möglich sein könnte. Die Folgen wären extrem, nicht nur für die Region.

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Der Vesuv bei Neapel ist nicht der einzige als gefährlich einzustufende Vulkan in der Region. Denn auf der anderen Seite der Stadt befindet sich der sogenannte europäische Supervulkan, die Phlegräischen Felder (deutsch: brennende Felder).

Das etwa 150 Quadratkilometer große Gebiet und der Vesuv haben in rund zehn Kilometern Tiefe eine gemeinsame Magmakammer. Im Oktober bebte in der Region wiederholt die Erde. Wissenschaftler rechnen jedoch nicht zwingend mit einem baldigen Ausbruch.

Bewohner und Bewohnerinnen verunsichert

"Der Boden hebt sich, es gibt Erdbeben aufgrund des Drucks, der durch die Verformung des Bodens entsteht. Es werden mehr Gase freigesetzt", sagt Vulkanologe Giuseppe Mastrolorenzo. Man glaube, dass sich etwas im Untergrund verändere, es könne sein, dass Magma aufsteige, "aber das sind leider nur Hypothesen".

Der Ort Pozzuoli wurde zuletzt durch unterirdische Kräfte rund einen Meter nach oben gedrückt. Auch in Monte di Procida sind die Einwohner beunruhigt. Eine Frau erzählt, dass ihre Sorge größer werde, denn seit 40 Jahren habe man keine so starken Erdstöße mehr gespürt.

Ein anderer Einwohner des Dorfes erklärt zudem das in seinen Augen vorhandene Problem der Fluchtwege. Denn diese gebe es nicht, "sie sind nicht da, hoffen wir, dass nichts passiert".

Supervulkane

Die Phlegräischen Felder zählen offiziell zu den Supervulkanen, in denen Magma heiße Flüssigkeiten und Gase nach oben drücken, wie br.de berichtet. In der Region leben etwa 360.000 Menschen, zählt man den Großraum Neapels hinzu, sind es rund drei Millionen.

Ein Ausbruch hätte verheerende Folgen - nicht nur für Italien. Eine Aschewolke würde das Land bedecken und sogar Teile Europas. Außerdem wäre eine Tsunamiwelle wahrscheinlich, da etwa zwei Drittel dieses Vulkans unter Wasser liegen.

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