Provokation aus Pjöngjang: Abgefeuerte Rakete hatte 15.000 km Reichweite

Menschen vor einem Bildschirm in einer Bahnstation in Seoul am 18.12.23
Menschen vor einem Bildschirm in einer Bahnstation in Seoul am 18.12.23 Copyright Ahn Young-joon/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
Von Greta Ruffinodpa
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Eine der abgefeuerten Raketen hatte offenbar eine theoretische Reichweite von 15.000 Kilometern. UN-Resolutionen untersagen der selbst ernannten Atommacht Nordkorea den Start oder auch nur Tests von ballistischen Raketen jeglicher Reichweite.

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Nordkorea hat nach Angaben von Südkorea und Japan eine atomwaffenfähige Langstreckenrakete abgefeuert. Diese sei nach einem Flug über tausend Kilometer in das Japanische Meer gestürzt, teilte der Generalstab Südkoreas mit. Sie hätte das Potenzial gehabt, 15 000 Kilometer zurückzulegen, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf Angaben japanischer Regierungsbeamter in Tokio mitteilte.

Schwerwiegende Provokation

Weniger als 12 Stunden zuvor hatte Nordkorea bereits eine Kurzstreckenrakete getestet. Südkorea sprach von einer schwerwiegenden Provokation. Japan bezeichnete die Tests als Bedrohung für Frieden und Stabilität in der Region.

UN-Resolutionen untersagen der mutmaßlichen Atommacht Nordkorea den Start oder auch nur Tests von ballistischen Raketen jeglicher Reichweite. Bei den Raketen handelt es sich in der Regel Boden-Boden-Raketen. Je nach Bauart sind sie auch mit einem Atomsprengkopf ausgerüstet.

Nordkorea drohte den USA

Die jüngsten nordkoraenischen Tests könnten mit dem atomgetriebenen US-amerikanischen U-Boot "USS Missouri" zusammenhängen. Es hatte kurz vor den Raketenabschüssen in der südkoreanischen Hafenstadt Busan angelegt. Nordkorea hatte die USA noch im vergangenen Juli davor gewarnt, Atom-U-Boote nach Südkorea zu verlegen. 

Wegen seines Atom- und Waffenprogramms wurden gegen die Regierung in Pjöngjang mehrere internationale Sanktionen verhängt. Zuletzt wurde Nordkorea von den USA,  Südkorea, Japan und Australien mit neuen Sanktionen belegt, da es letzten November seinen ersten militärischen Aufklärungssatelliten gestartet hatte.

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