Greenwashing-Verbot: EU verbietet irreführende Werbung für angeblich nachhaltige Produkte

Greenwashing-Verbot: EU verbietet irreführende Werbung für angeblich nachhaltige Produkte
Copyright Dita Alangkara/Copyright 2021 The AP. All rights reserved.
Von Euronews
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Greenwashing-Verbot: Produkte und Dienstleistungen, die als klimaneutral, biologisch abbaubar oder umweltfreundlich angepriesen werden, müssen nun in der EU einen Nachweis erbringen, wobei Kohlenstoffhandelsysteme nicht erlaubt sind.

WERBUNG

Begriffe wie "klimaneutral" oder "klimapositiv", die sich auf CO2-Handelssysteme stützen, werden bis 2026 in der EU verboten, um gegen irreführende Umweltaussagen vorzugehen.

An diesem Mittwoch stimmten dieAbgeordneten des Europäischen Parlaments dafür, die Verwendung von Begriffen wie "umweltfreundlich", "natürlich", "biologisch abbaubar", "klimaneutral" oder "öko" ohne Beweise zu verbieten und gleichzeitig ein vollständiges Verbot der Verwendung von Kohlenstoffausgleichssystemen zur Untermauerung der Behauptungen einzuführen.

Nach der neuen Richtlinie sind in der EU nur noch Nachhaltigkeitskennzeichnungen zulässig, die auf anerkannten Zertifizierungssystemen beruhen. Bislang wurden Kohlenstoffhandelssysteme häufig als Rechtfertigung für die Kennzeichnung von Produkten als "klimaneutral" herangezogen oder suggerierten den Verbrauchern, sie könnten fliegen, neue Kleidung kaufen oder bestimmte Lebensmittel essen, ohne die Klimakrise zu verschärfen.

"Diese neue Gesetzgebung macht Schluss mit irreführender Werbung für vermeintlich umweltfreundliche Produkte und ermöglicht es den Verbrauchern, nachhaltige Entscheidungen zu treffen", sagte Anna Cavazzini, die grüne Europaabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz.

Diesen Artikel teilenKommentare