"Greenwashing": Kritik an EU-Plänen zu Kernenergie und Gas

"Greenwashing": Kritik an EU-Plänen zu Kernenergie und Gas
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Von Manuela Scarpellini
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Die Bewertung der Kommission zu Gas und Kernenrgie ist eine "Lizenz zum Greenwashing", so Greenpeace. Der Vorschlagsentwurf der EU-Kommission würde den Mitgliedstaaten den Weg zu EU-Fördermitteln für Atomenergieprogramme ebnen - im Interesse Frankreichs, das auch Reaktoren baut.

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Die französische Ratspräsidentschaft hat mit der viel kritisierten Nachricht begonnen, die Europäische Kommission plane, Gas und Kernenergie in ihr Energiewendeprogramm aufzunehmen. Der Vorschlagsentwurf ist ein langfristiges politisches Ziel des französischen Präsidenten Emmanuel Macron - und würde den Mitgliedstaaten den Weg zu EU-Fördermitteln für Atomenergieprogramme ebnen. Auch dies ist im Interesse Frankreichs, das auch Reaktoren baut.

Die Kommission erklärte, das unter Berücksichtigung der wissenschaftlichen Gutachten, des aktuellen technologischen Fortschritts und dem Entwicklungsstand der Mitgliedsstaaten Erdgas und Kernenergie eine Rolle spielen können, um den Übergang zu einer überwiegend auf erneuerbaren Energien basierenden Zukunft zu erleichtern."

Zwar ist Kernenergie kohlenstoffneutral, aber ihre gemeinsame Aufnahme mit Gas in die Energiepläne der Kommission werden von Umweltgruppen deutlich kritisiert. Die strahlenden Abfälle seien ein gefährliches Vermächtnis für künftige Generationen.

Die Bewertung der Kommission ist eine Lizenz zum Greenwashing.
Magda Stoczkiewicz
Greenpeace

Greenpeace in einer Erklärung. "Umweltverschmutzende Unternehmen werden sich über das EU-Gütesiegel freuen, um Geld zu ziehen und den Planeten durch die Verbrennung von fossilem Gas und die Produktion von radioaktivem Abfall weiter zu zerstören."

Deutschland ist seit langem erklärter Gegner der Einbeziehung der Kernenergie in die europäische Energiewende. Erst diese Woche wurden drei von sechs verbliebenen Kraftwerke heruntergefahren. Umweltministerin Steffi Lemke bezeichnete die Position der Kommission als "totalen Fehler".

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