Cherson - eine Region ständig unter russischem Beschuss

Ukrainische Soldaten feuern mit eine "Bohdana"-Haubitze auf russische Stellungen in der Nähe von Bachmut, 26. Januar 2024
Ukrainische Soldaten feuern mit eine "Bohdana"-Haubitze auf russische Stellungen in der Nähe von Bachmut, 26. Januar 2024 Copyright Efrem Lukatsky/Copyright 2024 The AP. All rights reserved
Von Christoph Debets mit AP
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Während die ukrainischen Grenzgebiete unter anhaltendem Beschuss durch Russland stehen, sind in Washington die Aussichten auf einen Kompromiss zwischen Republikanern und Demokraten in der Frage der Waffenhilfe für die Ukraine gesunken. Russland meldet den Abschuss ukrainischer Su-25 Kampfjets.

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Nach Angaben der ukrainischen Behörden werden Siedlungen am rechten Ufer der Region Cherson rund um die Uhr von russischen Streitkräften beschossen.

Am Morgen des 26. Januar wurde Novotiahynka angegriffen und in der Nacht des 26. Januar wurden vermutlich zwei S-300-Raketen auf Cherson abgefeuert. Auch der Bezirk Beryslaw geriet unter Beschuss.

Wohngebäude, ein Einkaufszentrum und ein Kindergarten wurden beschädigt. Eine 54-jährige Frau wurde verletzt.

Die Einwohner von Cherson berichten, dass sie mitten in der Nacht durch heftigen Beschuss geweckt wurden.

„Ich war hinter einem Vorhang, also flog kein Schrapnell auf mich. Ich habe schnell das Telefon gegriffen und bin nach unten gegangen. Und dann stürzte das Dach ein. Und alle Fenster flogen heraus. Sowohl Türen als auch Fenster mit Rahmen, und die Türen waren komplett zerlegt und kaputt. Und jetzt gibt es keine Fenster und Türen mehr“, schildert Liudmyla den Angiff auf Cherson.

Durch den Beschuss von Bilopillia in der Region Sumy wurden ein Wohnhaus, ein Privathaus, ein Auto eine Gaspipeline und Stromleitungen beschädigt, aber verletzt

75 Angriffe durch das russische Militär wurden am Freitag registriert. Ermittlungsteams, Experten und der Kampfmittelräumdienst waren vor Ort im Einsatz. Die Ermittler leiteten ein Strafverfahren gemäß Artikel 438 das Strafgesetzbuch der Ukraine wegen „Verstoß gegen die Gesetze und Bräuche des Krieges“ ein.

Insgesamt feuerte das russische Militär in der Nacht des 26. Januar viermal auf Grenzgebiete und Siedlungen der Region Sumy.

16 Explosionen wurden registriert. Die Gemeinden Worozhba, Bilopillia und Druzhkovka lagen unter Beschuss.

Ukrainer für den Abschuss von Shahed-Drohnen über der Region Sumy ausgezeichnet

Für den Abschuss der Shahed-Drohnen über der Region Sumy zeichnete der Kommandeur der Vereinigten Streitkräfte der Ukraine, Generalleutnant Serhii Naiev, Soldaten der 117. Territorialen Verteidigungsbrigade mit dem Orden „Für Verdienste und Tapferkeit dritten Grades“ aus. Insgesamt schoss die Luftabwehr von Sumy beim letzten Drohnenangriff auf die Region am Abend des 17. Januar und in der Nacht des 18. Januar sechs Shahed-Drohnen ab

Das russischen Verteidigungsministerium berichtete am Freitag, dass die russischen Streitkräfte 13 Langstreckenpräzisionswaffen und unbemannte Luftfahrzeuge auf ukrainische militärische Infrastruktureinrichtungen im Zeitraum vom 20. bis 26. Januar 2024 abgefeuert hätten.

Russland berichtete am Freitag, dass seine Streitkräfte in der vergangenen Woche mehr als ein Dutzend Clusterangriffe auf militärische Ziele in der Ukraine mit präzisionsgelenkten Langstreckenwaffen durchgeführt hätten. Außerdem seien mehrere Offensiven der ukrainischen Streitkräfte in Richtung Kupjansk, Krasny Liman und Donezk abgewehrt worden.

Dem Bericht zufolge haben russische Streitkräfte auch ukrainische Su-25-Kampfflugzeuge abgeschossen und mehrere Flugkörper, Raketen und Drohnen abgefangen.

Keine Anzeichen für baldige US-Waffenhilfe

In den USA droht eine parteiübergreifende Initative im Senat zur Kombination von Grenzschutzmaßnahmen und Ukraine-Hilfe zu scheitern, da die Republikaner im Senat r einem Kompromiss im Wahljahr zunehmend misstrauisch gegenüberstehen, zumal Ex-Präsident Donald Trump, der wahrscheinliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner, die Initiative für „bedeutungslos“ hält.

Auf dem Spiel steht ein Plan, an dessen Ausarbeitung sowohl Präsident Joe Biden als auch der Führer der republikanischen Senatsmehrheit, Senator Mitch McConnell, monatelang gearbeitet haben. Sie wollten den Kongress dazu bringen, die erforderliche Kriegshilfe für die Ukraine zu genehmigen, indem sie sie mit einer für die demokratische Mehrheit im Abgeordnetenhaus akzeptablen Verschärfung der Grenzsicherung gegen Migranten, ein wichtiges Thema für Trump und die Republikaner, verbinden.

Den USA fehlt das Geld, um die Ukraine mit Rüstungsgütern zu versorgen, sodass das Land möglicherweise ohne ausreichende Munitions- und Raketenlieferungen zur Abwehr der russischen Invasion dasteht.

Weitere Quellen • UA:Suspilne mowlennja, CGTN

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