Viereinhalb Jahre Haft: Dani Alves wegen Nachtclub-Vergewaltigung schuldig gesprochen

Dani Alves wurde zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt.
Dani Alves wurde zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Copyright Alberto Estevez/AP
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Von Johanna UrbancikEuronews mit AP
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Ein Gericht in Spanien hat den ehemaligen Barcelona-Fußballer Dani Alves wegen Vergewaltigung einer Frau in einem Nachtclub in Barcelona für schuldig befunden. Er wurde zu einer Haftstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt.

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Ein spanisches Gericht hat den brasilianischen Fußballer Dani Alves wegen der Vergewaltigung einer Frau in einem Nachtclub in Barcelona für schuldig befunden und zu einer Haftstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt. 

Alves bestritt die Tat. Das Gericht sah es jedoch als erwiesen an, dass er in der Silvesternacht 2022 eine Frau sexuell belästigt hat. Neben einer Haftstrafe muss der Fußballer der Frau zudem einen Schadensersatz in Höhe von €150.000 zahlen.

Der 40-jährige Fußballer befindet sich seit dem 20. Januar 2023 in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hatte eine neunjährige Haftstrafe gefordert, die Verteidigung  zunächst einen Freispruch beantragt und dann eine Strafminderung, die mit Alves hohem Alkoholkonsum in der Tatnacht begründet wurde. Seine Frau hat zudem vor Gericht ausgesagt, dass ihr Ehemann stark betrunken nach Hause gekommen sei.

Staatsanwaltschaft fordert längere Haftstrafe

Die Staatsanwaltschaft hat eine neunjährige Gefängnisstrafe für den Angeklagten gefordert. In Spanien werden Vergewaltigungsanzeigen unter der allgemeinen Anklage der sexuellen Übergriffe untersucht, wobei Verurteilungen zu Gefängnisstrafen von vier bis 15 Jahren führen können. Kürzlich wurde das Gesetz geändert, um die Bedeutung der Einwilligung gemäß dem "Nur Ja heißt Ja"-Prinzip klarer zu definieren.

Der Fall ist immer noch nicht abgeschlossen

Da Urteil des Landgerichts Barcelona ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigung kann  gegen das Urteil beim Obersten Gerichtshof Kataloniens Berufung einlegen und anschließend beim Obersten Gerichtshof Spaniens.

Bisher wurde eine vorläufige Freilassung vom Gericht konsequent abgelehnt. Dies liegt daran, dass ein hohes Risiko besteht, dass der Spieler mithilfe seines Vermögens fliehen könnte. Zudem besteht kein Auslieferungsabkommen zwischen Spanien und seinem Heimatland Brasilien.

Alves war langjähriger Spieler des FC Barcelona, sowie ein Spieler des brasilianischen WM-Kaders 2022.

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