Olympische Spiele 2024 in Paris: Keine Unterkunft für die 45.000 Freiwilligen

Der Startschuss für die Olympischen Spiele in Paris ist am 26. Juli. Die freiwilligen Helfer haben sich jetzt schon warm gelaufen.
Der Startschuss für die Olympischen Spiele in Paris ist am 26. Juli. Die freiwilligen Helfer haben sich jetzt schon warm gelaufen. Copyright Christophe Ena/Copyright 2024 The AP. All rights reserved.
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Von Diana Resnik mit AP
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Paris 2024: Die Ausbildung für die rund 45.000 Freiwilligen, die für die Olympischen Spiele ausgewählt wurden, hat begonnen. Einige sind über 90 Jahre alt.

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Der Startschuss für die Olympischen Spiele in Paris ist am 26. Juli. Die freiwilligen Helfer haben sich jetzt schon warm gelaufen. Sie nahmen an einem ersten Kongress teil, in Nanterre, am Rande von Paris. 

Tony Estanguet, Präsident des Organisationskomitees der Olympischen Spiele in Paris 2024, hat die Veranstaltung eröffnet.

Tony Estanguet, Präsident des Pariser Organisationskomitees während eines Treffens für Freiwillige in Paris am Samstag, 23. März 2024.
Tony Estanguet, Präsident des Pariser Organisationskomitees während eines Treffens für Freiwillige in Paris am Samstag, 23. März 2024.Christophe Ena/Copyright 2024 The AP. All rights reserved.

Rund 45.000 Feiwillige wurden für die Spiele ausgewählt

Insgesamt wurden 45.000 Männer und Frauen ausgewählt (30.000 für die Olympischen Spiele und 15.000 für die Paralympics). Dabei besteht das Team zu 50 Prozent aus Frauen und zu 50 Prozent aus Männern. 30 Prozent dieser Freiwilligen sind unter 25 Jahre alt, 10 Prozent sind älter als 60 Jahre und einige sind über 90 Jahre alt. Fünf Prozent haben eine Behinderung. Sie kommen aus 150 verschiedenen Ländern und sollen dafür sorgen, dass bei dem Sportereignis alles glatt läuft. 

Freiwillige für die Olympischen Spiele in Paris 2024 bei einem Treffen in der La Défense Arena am Samstag, 23. März 2024 in Nanterre, am Rande von Paris.
Freiwillige für die Olympischen Spiele in Paris 2024 bei einem Treffen in der La Défense Arena am Samstag, 23. März 2024 in Nanterre, am Rande von Paris.Christophe Ena/Copyright 2024 The AP. All rights reserved.

Alle Teilnehmer bekommen eine Uniform, die vom Internationalen Olympischen Komitee gestiftet wurde. Die Ausrüstung besteht aus vier Trikots, zwei Hosen, die man ausziehen und in Shorts umwandeln kann, einer Weste, einem Hut, vier Paar Socken, einem Paar Schuhe, einem Rucksack und einer Umhängetasche. 

53 % der Kleidung tragen den Siegel "Made in France". Der Rest wurde hauptsächlich in Vietnam aus recyceltem Polyester hergestellt. 

Was über die Freiwilligen bekannt ist

Je nach Interesse und Qualifikation erwartet die Freiwilligen eine Reihe von Aufgaben. Ob der Empfang der Besucher, die Begleitung und Unterstützung der Zuschauer oder die Erteilung von Auskünften. Das Ziel ist, ein außergewöhnliches Erlebnis für alle Beteiligten zu schaffen. 

Andere Freiwillige dürfen die Sportler direkt unterstützen. Zum Beispiel beim Sammeln von Tennisbällen oder bei Anti-Doping-Kontrollen.

Gespaltene Reaktionen der Freiwilligen

Nach der Veranstaltung waren die Reaktionen der Helfer unterschiedlich. Viele Teilnehmer freuen sich über die Möglichkeit, bei den Spielen mitzuwirken. So sagte Laurent Harrissart, Physiotherapeut: "Ich musste unbedingt auf irgendeine Art an den Olympischen Spielen teilnehmen! Ich habe so lange darauf gewartet. Ich hatte gehofft, schon 2012 dabei zu sein, aber es hat noch 12 Jahre gedauert. Jetzt bin ich aber hier. Ich bin sehr glücklich."

Die Anderen bemängeln die hohen Kosten, die auf die Freiwilligen zukommen. Die Kosten für ihre Anreise und Unterkunft in Paris müssen die Helfer selbst tragen. Doch viele können sich die hohen  Hotelpreise in der französischen Hauptstadt nicht leisten.  

Es ist sehr teuer.
Laurie Richardson
Eine Freiwillige aus den USA

Laurie Richardson, eine Freiwillige aus den USA, musste sparen und wird glücklicherweise bei Freunden unterkommen: "Ich glaube nicht, dass es sonst möglich gewesen wäre, denn es ist sehr teuer. Vor allem für diejenigen, die noch eine Unterkunft brauchen. Ich hoffe, sie finden eine Lösung. Für mich ist es deine Ehre, bei den Spielen dabei zu sein."

Ich hätte mir gewünscht, dass sie für die Fahrtkosten aufkommen.

Fethie Foures ist Schwimmlehrerin. Sie bemängelte die unerwarteten Kosten für den Transport: "Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen enttäuscht bin. Ich hätte mir gewünscht, dass sie für die Fahrtkosten aufkommen, damit wir zum Kongress kommen können, an dem wir uns freiwillig beteiligen. Das ist das Mindeste, das für Freiwillige übernommen werden sollte."

In den nächsten Wochen werden die Freiwilligen mit der Onlineschulung beginnen, bevor sie im Mai ihre Akkreditierung abholen können.

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