Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Scholz: Nächste Ukraine-Friedensgespräche müssen Russland einbeziehen

Ehrengarde schießt in die Luft während der Beerdigungszeremonie für sechs ukrainische Soldaten, die bei einem russischen Raketenangriff getötet wurden, 7. September 2024
Ehrengarde schießt in die Luft während der Beerdigungszeremonie für sechs ukrainische Soldaten, die bei einem russischen Raketenangriff getötet wurden, 7. September 2024 Copyright  Evgeniy Maloletka/Copyright 2024 The AP. All rights reserved
Copyright Evgeniy Maloletka/Copyright 2024 The AP. All rights reserved
Von Euronews mit AP, EBU
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare
Teilen Close Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopieren Copy to clipboard Link kopiert!

Bundeskanzler Olaf Scholz sagt, eine künftige Friedenskonferenz für die Ukraine müsse Russland einbeziehen.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat in einem Interview erklärt, er sei sich mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj einig, dass Russland in eine künftige Friedenskonferenz zur Beendigung des Krieges einbezogen werden sollte.

WERBUNG
WERBUNG

Scholz forderte außerdem verstärkte Anstrengungen zur Lösung des Krieges.

"Ich glaube, dass wir jetzt darüber reden müssen, wie wir schneller aus dieser Kriegssituation herauskommen, als es jetzt den Anschein hat", sagte Scholz gegenüber dem ZDF.

"Es wird sicherlich eine weitere Friedenskonferenz geben. Der Präsident [Selenskyj] und ich sind uns einig, dass es eine sein muss, an der Russland teilnimmt", sagte er bei dem Sommerinterview.

Die erste Friedenskonferenz in der Schweiz im Juni endete mit 78 Ländern, die ihre Unterstützung für die "territoriale Integrität" der Ukraine zum Ausdruck brachten. Ansonsten wurde der weitere Weg unklar gelassen. Russland hat an der Konferenz in der Schweiz nicht teilgenommen.

Scholz sieht mit einer größeren politischen Unzufriedenheit über die Unterstützung seiner Regierung, einschließlich Geld und Waffen für die Ukraine, konfrontiert. Populistische Parteien lehnen die Waffenlieferungen an die Ukraine ab. Diese Parteien, die AfD und das BSW haben bei den Landtagswahlen im Osten gut abgeschnitten.

Einige Mitglieder seiner Sozialdemokratischen Partei haben auch eine stärkere Betonung der Diplomatie gegenüber Russland gefordert.

Selenskyj bedankte sich für weitere Unterstützung

Unterdessen bedankte sich Selenskyj für die Unterstützung, die er beim Treffen der Verteidigungskontaktgruppe der Ukraine am Freitag in Ramstein erhielt.

Er forderte die Verbündeten seines Landes auf, die Lieferung von Militärgütern zu beschleunigen. Er bat erneut um die Erlaubnis, diese Waffen auch für Angriffe auf tiefere Ziele in Russland einzusetzen.

Bei diesem Treffen sagte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin, dass die Regierung Biden ein weiteres Militärhilfepaket im Wert von 250 Millionen Dollar (225 Millionen Euro) ankündigen werde.

Das Vereinigte Königreich erklärte, es werde ein Paket von 650 Flugabwehrraketen schicken, während Deutschland weitere 12 Panzerhaubitzen zusagte.

"Jetzt, zu Beginn des Herbstes, geht es für uns vor allem darum, die Position der Ukraine und der Ukrainer zu stärken, unsere Städte und Dörfer vor dem russischen Terror zu schützen und natürlich unseren Soldaten an der Front mehr Möglichkeiten zu geben", sagte Selenskyj in seiner nächtlichen Videoansprache.

"Ich danke allen, die für die Ukraine arbeiten und kämpfen, für unser Volk und unsere Interessen, die Interessen unseres Landes, des ukrainischen Staates. Jeder Tag, jede Woche sollte die Ukraine stärker machen."

Im Osten der Ukraine gehen derweil die Kämpfe um die strategisch wichtigen Stadt Pokrowsk weiter.

Behörden zufolge befinden sich noch rund 26.000 Menschen in der Stadt. 20.000 Menschen sind in den letzten Wochen geflohen.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Scholz telefoniert mit Putin

Putin: Marineübung mit China als Gegenmaßnahme gegen US-Einfluss im Pazifik

Neue Justizministerin: Die Ukraine muss sich an das EU-Recht anpassen