Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Provokanter Akt: Größtes Kondom Deutschlands steht vor Brandenburger Tor

Riesenspirale und -kondom vor dem Brandenburger Tor
Riesenspirale und -kondom vor dem Brandenburger Tor Copyright  Deutsche Stiftung Weltbevolkerung (DSW)
Copyright Deutsche Stiftung Weltbevolkerung (DSW)
Von Euronews
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare
Teilen Close Button

XXL-Kondom am Brandenburger Tor: Mit einer spektakulären Kunstaktion in Berlin macht die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) auf den Mangel an Verhütungsmitteln weltweit aufmerksam. Doch was steckt dahinter?

Sechs Meter und keinen Zentimeter kleiner: Auf dem Pariser Platz in Berlin-Mitte prangt ein XXL-Pariser, daneben eine gleich große Verhütungsspirale. Aufgestellt wurde die Installation von der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW), einer Organisation, die sich für selbstbestimmte Verhütung einsetzt.

WERBUNG
WERBUNG

Die Stiftung will darauf aufmerksam machen, „dass über 250 Millionen Frauen weltweit keinen Zugang zu Verhütungsmitteln haben“. So fehle ihnen die Möglichkeit, frei darüber zu entscheiden, wann und wie viele Kinder sie wollen, schreibt die DSW in einer Pressemitteilung.

„Symptomatisch sind die aktuell in Belgien lagernden Verhütungsmittel im Wert von 9,7 Millionen US-Dollar“, erklärt die Stiftung. Die Bestände sollen auf Wunsch der US-Regierung vernichtet werden, wie Euronews berichtete.

Riesenspirale und -kondom vor dem Brandenburger Tor, Berlin, 11.11.2025
Riesenspirale und -kondom vor dem Brandenburger Tor, Berlin, 11.11.2025 Deutsche Stiftung Weltbevolkerung (DSW)

„Weltweit stellen ultrakonservative Kräfte die Selbstbestimmungsrechte insbesondere der Frauen immer mehr in Frage“, sagt Ludi Schlageter, Leiterin Advocacy Deutschland der DSW.

Durch die Schließung von USAID sind 600 Millionen US-Dollar weggefallen, die eigentlich für Verhütungsmittel weltweit eingeplant waren. Auch die Bundesregierung kürzte ihre Fördermittel: Im Haushalt 2024 plante sie noch 42,5 Millionen Euro für den Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) ein. 2026 waren es nur noch 28,4 Millionen Euro.

Vergangenes Jahr konnten dank des UNFPA 659.000 unbeabsichtigte Schwangerschaften weltweit verhindert werden. Mehr als eine halbe Million Frauen und Jugendliche wurden mit Gesundheitsdiensten und Sexualaufklärung erreicht.

Mittlerweile wurde die Installation wieder abgebaut.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Verhütung im Wandel: Warum sich Frauen von der Antibabypille abwenden

Wurden die in Europa gelagerten US-Bestände an Verhütungsmitteln vernichtet?

Welche EU-Länder sind führend beim Zugang zu Verhütungsmitteln?