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Schnee-Chaos: Hamburg sagt Beerdigungen ab, Schüler haben "schneefrei"

Ein Auto fährt vorsichtig über eine verschneite Straße in Gelsenkirchen im Ruhrgebiet während einer Kältewelle mit Schnee und Eis, Mittwoch, 7. Januar 2026.
Ein Auto fährt vorsichtig über eine verschneite Straße in Gelsenkirchen im Ruhrgebiet während einer Kältewelle mit Schnee und Eis, Mittwoch, 7. Januar 2026. Copyright  AP Photo
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Von Nela Heidner
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Eine Winter-Schneewalze hat große Teile Deutschlands im eisigen Griff: In Hamburg können keine Beerdigungen stattfinden. Andernorts, in Teilen Niedersachsens, fällt die Schule aus.

Ab Donnerstagabend, dem 8. Januar, bis voraussichtlich einschließlich Montag bleiben in Hamburg die meisten Friedhöfe geschlossen.

Für Donnerstag geplante Trauerfeiern und Beisetzungen sollen noch wie geplant stattfinden, Feiern und Beisetzungen am Freitag und Samstag müssen ausgesetzt werden.

Unter den Friedhöfen, die geschlossen bleiben, ist auch der in Ohlsdorf. Er gilt als größter Parkfriedhof der Welt und ist zugleich Hamburgs größte Grünanlage.

Bereits vergangenes Wochenende musste die Feuerwehr Hamburg zu über 600 Einsätzen ausrücken: Lastwagen schafften die Steigung an einer Brücke nicht, ein Streufahrzeug rutschet in eine Böschung, Fahrgäste saßen in einem Bus fest, berichtet t-online.

In einigen Regionen Niedersachsens fällt zudem in den kommenden Tagen der reguläre Präsenzunterricht an allgemeinen und beruflichen Schulen aus. Meist wird stattdessen auf Unterricht im Distanzformat umgestellt.

Schüler in folgenden Landkreisen bzw. Städten haben "schneefrei"

● Landkreis Aurich

● Landkreis Wittmund

● Landkreis Leer

● Stadt Emden

● Stadt Wilhelmshaven

● Landkreis Grafschaft Bentheim

● Landkreis Emsland

Übrigens: Für Erwachsene gilt: Ein schulfreier Tag der Kinder berechtigt die Eltern nicht automatisch, selbst zu Hause zu bleiben (außer als Betreuungsfall für kleine Kinder).

Turbulente Wetterlage steht bevor

Nach weiteren Niederschlägen am Donnerstag zieht am Freitag ein Sturmtief direkt nach Mitteleuropa und bringt Schnee sowie Glatteis mit sich, so der Deutsche Wetterdienst (DWD).

Tief Elli nähert sich vom Ärmelkanal. Zwischen England und Frankreich sorgt es für Orkanböen. In den Nordwesten Deutschlands bringt Elli eisig kalten Sturm, während im Südwesten mildere Luft einfällt und die Niederschläge dort in Regen übergehen. Von Hamburg bis Berlin könnten Freitagabend 10 bis 20 cm Schnee, stellenweise sogar über 30 cm, liegen.

An den Küsten weht ein eisiger Oststurm. Auf Helgoland und über der Nordsee sind schwere Sturmböen von bis zu 100 km/h zu erwarten.

Deutlich milder wird es dagegen im Süden und Westen Deutschlands. Dort sorgt ein stürmischer Wind vorübergehend für milde Atlantikluft, wodurch die Niederschläge teilweise bis in höhere Lagen als Regen fallen und Tauwetter auslösen. Gleichzeitig besteht die Gefahr von gefrierendem Regen und Glatteis.

Am Samstag strömt kältere Luft in die zuvor milden Regionen, sodass die Niederschläge wieder zunehmend in Schnee übergehen. Am Sonntag baut sich in der kalten Luft Hochdruckeinfluss auf, wodurch es frostig bleibt, mit Höchstwerten zwischen −9 °C und 0 °C. In Teilen Bayerns, Thüringens, Nordhessens sowie von Ostwestfalen bis nach Teilen Niedersachsens ist mit kräftigem Schneefall und damit verbundenen Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Deutsche Bahn reduziert Fernverkehr

Ab Donnerstagnachmittag schränkt die Deutsche Bahn vorsorglich den Fernverkehr in Nord- und Nordostdeutschland ein. Grund sind Dauerfrost, starker Wind, Schneefall und Schneeverwehungen. Betroffen sind unter anderem Verbindungen nach Kiel, Westerland, Rostock und Rügen.

Auf den Schnellfahrstrecken Berlin–Wolfsburg, Hannover–Würzburg und Köln–Rhein/Main wird die ICE-Höchstgeschwindigkeit auf 200 km/h begrenzt, wodurch sich die Fahrtzeiten um bis zu 30 Minuten verlängern können. Fahrgäste mit Tickets für Donnerstag bis Samstag können diese umbuchen.

Auch im Regionalverkehr sind Einschränkungen möglich. Reisende sollten sich vor Fahrtantritt in der DB Navigator-App oder auf bahn.de über den aktuellen Stand informieren.

Experten weisen grundsätzlich auf die Lebensgefahr durch die extreme Wetterlage hin. Sie raten, am Freitag wegen Glätte, Blitzeis und Schneefall zu Hause zu bleiben.

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