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Rekordtest in 3.000 Metern: Stromkabel zwischen Griechenland und Zypern besteht Tiefseeprüfung

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Archivfoto Copyright  Facebook.com/WeAreNexans
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Von Ioannis Karagiorgas
Zuerst veröffentlicht am
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Der französische Kabelhersteller Nexans hat ein Hochspannungs-Seekabel erstmals erfolgreich in 3.000 Metern Wassertiefe getestet. Die Tiefseeprüfung gilt als wichtiger Meilenstein für die geplante Stromverbindung zwischen Griechenland und Zypern im Rahmen des Projekts Great Sea Interconnector.

Der Kabelhersteller Nexans hat nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Zyperns die elektrische Prüfung sowie die visuelle Inspektion eines 525-kV-MI-HGÜ-Seekabels mit installierter Muffe in einer Rekordtiefe von 3.000 Metern erfolgreich abgeschlossen. Der Test ist Teil der Tiefseeprüfungen für die Stromverbindung zwischen Griechenland und Zypern sowie für den Great Sea Interconnector (GSI), wie die Cyprus News Agency (CNA) berichtet.

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"Mit dem Abschluss dieses Meilenstein-Seeversuchs sind alle Bedenken hinsichtlich der technischen Umsetzbarkeit des Projekts ausgeräumt, da er zeigt, dass das bereits produzierte Kabel in einer Tiefe von 3.000 Metern sicher verlegt und betrieben werden kann – etwas, das bislang in der Praxis noch nicht bestätigt worden war", heißt es laut einer Pressemitteilung des Unternehmens Nexans.

Nach Angaben des französischen Unternehmens "unterstreicht der erfolgreiche Abschluss des Tests angesichts des großen Umfangs und der erhöhten technischen Anforderungen des Great Sea Interconnectors (GSI), der zu den längsten und tiefsten elektrischen Unterwasser-Verbindungssystemen der Welt zählt, den kontinuierlichen Fortschritt des Projekts und stärkt das Vertrauen in seine technische Reife sowie in den geplanten Umsetzungspfad".

Dem Unternehmen zufolge wurde der Test mit dem spezialisierten Kabelverlegeschiff "Nexans Aurora" durchgeführt, das auch beim Projekt der Stromverbindung Kreta–Attika zum Einsatz kam. Die Hochspannungstests seien mit Werten durchgeführt worden, die um 30 Prozent über den üblichen Industriestandards liegen, erklärte Nexans. Damit werde die Robustheit und Zuverlässigkeit des Kabelsystems bestätigt. Nexans stellte zudem einen Rekord auf, indem ein 525-kV-Hochspannungs-Gleichstrom-Unterseekabel mit masseimprägnierter Isolierung (MI-HGÜ) während eines Tiefseetests in einer Tiefe von 3.000 Metern erfolgreich verlegt und geprüft wurde.

Während der Offshore-Kampagne verlegte und testete Nexans einen Abschnitt des MI-HGÜ-Kabels in 3.000 Metern Wassertiefe. Nach der Bergung des Kabels samt Verbindungsstelle (Muffe) folgten umfangreiche elektrische Tests sowie visuelle Inspektionen. Diese bestätigten die Integrität des Kabelsystems und seine Fähigkeit, auch unter extremen Tiefwasserbedingungen zuverlässig zu arbeiten. Bei der visuellen Inspektion des Kabels wurden keine Auffälligkeiten festgestellt.

Dies bestätige den ausgezeichneten Zustand und die Integrität des Systems nach Installation und Tests in dieser Tiefe. Der Meilenstein stärkt laut Nexans die Kompetenz des Unternehmens in der MI-HGÜ-Technologie für große Meerestiefen und baut auf der Weltrekord-Verlegung in 2.150 Metern Tiefe auf, die im Dezember 2025 im Rahmen des Tyrrhenian-Link-Projekts in Italien erreicht wurde.

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