Grönland ist plötzlich geopolitischer Hotspot: Unter dem Eis liegen Seltene Erden und kritische Rohstoffe, die wir für E-Autos, Windkraft, Chips und Verteidigung brauchen. Weil China Abbau und vor allem Verarbeitung dominiert, kämpfen USA und EU um neue, sichere Lieferketten.
Am Mittwoch nimmt US-Präsident Donald Trump am Weltwirtschaftsforum in Davos teil und trifft sich mit europäischen Staats- und Regierungschefs, um über Grönland zu diskutieren. Er hat zuletzt seine Absicht bekräftigt, das Land zu erwerben und erklärte, dass es „kein Zurück mehr gibt“.
Der Zugang zu Grönlands riesigen unerschlossenen Bodenschätzen ist zu einer Frage der nationalen Souveränität geworden. China kontrolliert derzeit den größten Teil der weltweiten Raffination und des Exports von Seltenen Erden, mit etwa 60 bis 70 % der Förderkapazitäten und bis zu 90 % der Verarbeitungskapazitäten. Die USA und Europa suchen daher nach anderen Quellen.
Grönlands Vorkommen an Seltenen Erden und Uran machen das Land zum Mittelpunkt des globalen Wettlaufs um wichtige Mineralien. Allein das Vorkommen in Kvanefjeld enthält Milliarden Tonnen Seltenerdoxide, und Grönland verfügt möglicherweise über fast 20 Prozent der weltweiten Seltenerdreserven.
Die Kontrolle über diese Ressourcen bringt strategische Vorteile in den Bereichen Technologie, Energie und Sicherheit mit sich, was das internationale Interesse und die Aufmerksamkeit für Grönland erhöht.