Am Montag tritt das italienische Kabinett zusammen, um zu entscheiden, ob aufgrund der durch den Sturm verursachten Verwüstungen der nationale Notstand im Süden des Landes ausgerufen werden soll.
Der Zyklon Harry hat allein auf der Insel Sizilien Schäden in Höhe von rund einer Milliarde Euro verursacht. Der Sturm wütete drei Tage lang in Süditalien und führte zu Straßensperrungen, Unterbrechungen des Bahnverkehrs sowie zu schweren Zerstörungen an Unternehmen und Wohnhäusern entlang der Küste.
Die Armee unterstützt derzeit die Aufräumarbeiten und hilft bei der Beseitigung von Trümmern und Schlamm. Es wird jedoch einige Zeit dauern, bis Häfen, Straßen und Bahnstrecken wieder vollständig in Betrieb genommen werden können.
Die Windgeschwindigkeiten des Orkans erreichten bis zu 150 Stundenkilometer.
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni teilte auf X mit, dass das Kabinett am 26. Januar zusammentreten und voraussichtlich den Notstand ausrufen werde – entsprechend den Anträgen aus Sizilien, Kalabrien und Sardinien. Die Regierung plane außerdem, spezielle Hilfsgelder bereitzustellen. Meloni dankte den Feuerwehrleuten und Rettungskräften für ihren unermüdlichen Einsatz.
Rekordwellen im Mittelmeer
Der Zyklon Harry hat zwischen Malta und Sizilien rekordverdächtige Wellen verursacht. Eine erreichte eine Höhe von 16 Metern – die höchste jemals in der Region gemessene Welle.
Registriert wurde sie von einer ozeanografischen Boje südlich von Sizilien, zwischen Malta und Portopalo di Capo Passero. Es handelt sich um die größte Welle, die jemals offiziell im Mittelmeer aufgezeichnet wurde.