Euronews steigerte 2025 seinen Umsatz auf 77 Mio. € – ein Allzeithoch für die Gruppe. Im selben Zeitraum überschritten die Seitenaufrufe die Marke von einer Milliarde.
Die Euronews Group, Europas größtes internationales Nachrichtennetzwerk, hat die stärkste finanzielle Performance ihrer Geschichte verzeichnet und damit eine dreijährige Neuausrichtung erfolgreich abgeschlossen.
Der Umsatz stieg 2025 auf 77 Mio. € – ein Allzeithoch für die Gruppe – und führte zu einem Rekord-EBITDA sowie dem besten Nettoergebnis seit der Gründung. Die Ergebnisse übertreffen die Ziele des Strategieplans 2023–2025 deutlich und bestätigen den redaktionellen, kommerziellen und finanziellen Erfolg der Unternehmenstransformation.
Im Zuge des dreijährigen Umbaus wurden die operativen Strukturen der Gruppe neu ausgerichtet, die redaktionelle Positionierung gestärkt und nach Jahren kumulierter Verluste eine nachhaltige Profitabilität wiederhergestellt.
Die Rekordergebnisse wurden durch eine herausragende redaktionelle Leistung und eine steigende Audience-Performance untermauert. 2025 behauptete Euronews seine Position als führender internationaler Nachrichtenanbieter Europas über digitale und TV-Plattformen hinweg.
Vor dem Hintergrund branchenweit sinkender Nachrichtennutzung durchbrach Euronews erneut die Marke von einer Milliarde Seitenaufrufen pro Jahr und schloss 2025 mit 1,03 Mrd. Page-Views ab.
Nach einer strategischen Neuausrichtung der Video-Distribution im Herbst erzielte Euronews 59,7 Mio. Videoaufrufe auf den eigenen Plattformen. Auf externen Plattformen wurden neue Rekordwerte erreicht: 1,77 Mrd. Videoaufrufe und 335,5 Mio. Seitenaufrufe über Partner wie MSN, Yahoo, Digiteka, Dailymotion, YouTube und Social Media.
Insgesamt markierte 2025 die stärkste kombinierte Audience-Performance in der Geschichte der Gruppe:
- 1,83 Mrd. Videoaufrufe gesamt, +9,3 % im Jahresvergleich
- 1,4 Mrd. Seitenaufrufe gesamt, +15,3 %
- durchschnittlich 150 Mio. Menschen TV-Reichweite pro Monat
Neue redaktionelle Formate waren ein wesentlicher Wachstumstreiber. Die Flaggschiff-Morgensendung Europe Today hat sich zu einem Leitformat für europäische Entscheidungsträger, Staats- und Regierungschefs sowie Meinungsbildner entwickelt, die paneuropäische Zielgruppen erreichen möchten.
Das wöchentliche Debattenformat The Ring mit moderierten One-on-One-Diskussionen zwischen Abgeordneten hat sich als eines der einflussreichsten medialen Foren für europäische politische Debatten außerhalb des Parlaments etabliert.
Die redaktionelle Stärke von Euronews wurde zudem durch die umfangreiche Berichterstattung über zentrale geopolitische Entwicklungen unterstrichen – darunter das jüngste EU-Indien-Handelsabkommen, Spannungen rund um Grönland sowie exklusive Interviews mit hochrangigen europäischen Akteuren wie dem Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, der Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, und sämtlichen Mitgliedern der EU-Kommission.
2025 stand außerdem im Zeichen einer deutlichen Ausweitung der globalen Präsenz: Euronews eröffnete neue Büros in Astana, Baku, Istanbul, Warschau und Taschkent und lancierte den Euronews Travel Channel aus Doha.
Diese Standorte stärken die Präsenz von Euronews in strategisch wichtigen Regionen und unterstreichen die Rolle als Anbieter faktenbasierter, neutraler und unabhängiger Berichterstattung. Investitionen in lokale Journalistinnen und Journalisten sowie deren Fortbildung haben sowohl die redaktionelle Qualität als auch die regionalen Medienstrukturen gestärkt. Wo Euronews präsent ist, ist auch Europa – mit seinen Werten und Interessen – präsent.
Das Jahr brachte zudem den Neustart des Farsi-Angebots im linearen Fernsehen sowie eine Rekordentwicklung im Digitalen mit mehr als 166 Mio. Seitenaufrufen. Trotz eines sehr restriktiven Umfelds für Medien wuchsen die farsi- und russischsprachigen Ausgaben weiter und untermauerten damit das Engagement der Gruppe für Medienfreiheit und unabhängige Berichterstattung.
Auch die Euronews-Franchises in Europa setzen weiter auf Relevanz und Unabhängigkeit: Ob bei der Berichterstattung über wichtige Wahlen in Albanien, Bulgarien oder Rumänien oder über Proteste in Belgrad und Tiflis – die regionalen Teams von Euronews standen im Zentrum der Debatte und sind ein fester Bestandteil des größten und wichtigsten Nachrichtennetzwerks Europas.
2025 markierte zudem den Start von Euronews Bosnien und Herzegowina sowie Euronews Montenegro. In allen Angeboten bleibt Euronews klar pro-europäisch positioniert und setzt sich – mit Blick auf eine mögliche künftige Mitgliedschaft – für engere und bessere Beziehungen dieser Drittländer zur EU ein. Unabhängigkeit und Integrität von Euronews wurden 2025 erneut von renommierten externen Institutionen bestätigt.
Euronews stärkte seine Präsenz in Brüssel weiter – dort befindet sich inzwischen der größte Newsroom der Gruppe mit mehr als 100 Journalistinnen, Journalisten und Medienprofis. Die Europäische Kommission vergab Euronews 2025 drei zusätzliche öffentliche Ausschreibungen und bekräftigte damit ihr Vertrauen in die redaktionelle Unabhängigkeit und EU-Werteorientierung von Euronews.
EU-Mittel machten rund 16 % der Gesamterlöse aus – der niedrigste Anteil in der Geschichte der Gruppe und Ergebnis der erfolgreichen Diversifizierungsstrategie.
Die im November 2025 umgesetzte Veranstaltung Euronews Enlargement setzte einen neuen Maßstab: Sie war die größte öffentliche Veranstaltung, die je von einem Medienunternehmen in Brüssel produziert wurde. Auf dem Podium waren António Costa, Marta Kos sowie die Staats- und Regierungschefs aus Albanien, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien und der Ukraine.
Die Veranstaltung brachte die EU-Erweiterung in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatte in Europa. Euronews nahm dabei eine klare redaktionelle Haltung ein und hob die Erweiterung als strategische Priorität der Europäischen Union hervor – als Grundlage für langfristige Sicherheit, Stabilität und wirtschaftliches Wachstum sowie als Ausdruck des EU-Versprechens gegenüber ihren Bürgerinnen und Bürgern.
Zu den eindrücklichsten Momenten zählte die Live-Ansprache eines europäischen Präsidenten aus einem Bunker an der Front eines aktiven Konflikts auf europäischem Boden – ein starkes Bild, das die geopolitische Tragweite der EU-Erweiterung verdeutlichte und weit über die Veranstaltung hinaus nachwirken dürfte.
In einer internen Mitteilung an die Belegschaft würdigte der Vorstand die Dimension der Neuausrichtung und stellte fest, Euronews habe sich "von einem Unternehmen, das vor unserem Einstieg 200 Mio. € Verlust gemacht hatte, zu einem Unternehmen entwickelt, das auf dem Weg zu nachhaltiger und konsistenter Profitabilität ist" – ermöglicht durch finanzielle Disziplin, wachsende Reichweiten und unabhängigen, pro-europäischen Journalismus.
"2025 haben wir den Turnaround geschafft – wirtschaftlich und journalistisch. Publikum und Partner schätzen unseren unabhängigen, neutralen Journalismus rund um die Uhr auf allen Plattformen. Keine andere Medienorganisation erreicht eine vergleichbare Reichweite und audiovisuelle Präsenz in Europa. Unsere Unabhängigkeit ist nicht verhandelbar, und ich danke unseren Teams, deren Engagement Euronews zur Nummer eins unter Europas internationalen Nachrichtenanbietern gemacht hat", sagte Euronews-CEO Claus Strunz.
Euronews ist weltweit in 430 Mio. Haushalten in 166 Ländern verfügbar und erreicht mehr als 80 % aller europäischen Haushalte.