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Zu Olympia: 52-tägige Waffenruhe in allen Kriegen gefordert

Eine Tafel mit Unterschriften von Athleten, Führungspersönlichkeiten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zur Unterstützung des Olympischen Friedens wird im Olympischen Museum von Athen ausgestellt, 28. Januar 2026
Eine Tafel mit Unterschriften von Athleten, Führungspersönlichkeiten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zur Unterstützung des Olympischen Friedens wird im Olympischen Museum von Athen ausgestellt, 28. Januar 2026 Copyright  AP Photo
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Von Jeremiah Fisayo-Bambi
Zuerst veröffentlicht am
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UN-Resolutionen für den Olympischen Waffenstillstand werden meist mit großer Mehrheit verabschiedet – wie 2012 in London, als alle 193 UN-Staaten zustimmten. Nun rufen auch die Olympia-Organisatoren kurz vor den Winterspielen zu einer 52-tägigen Pause in allen Kriegen auf.

Die Vereinten Nationen und die Organisatoren der Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina haben eine Woche vor dem Start der Wettkämpfe zu einer siebenwöchigen Pause in allen weltweiten Konflikten aufgerufen.

Befürworter der Initiative verweisen auf eine alte griechische Tradition. Gerade in einer Zeit zunehmender bewaffneter Auseinandersetzungen, sagen sie, sei sie eine moralische Richtschnur.

Der Aufruf stützt sich auf eine Resolution der UN-Generalversammlung. Er gilt für die Winterspiele vom 6. bis 22. Februar und für die Paralympics vom 6. bis 15. März. In beiden Fällen soll die Frist jeweils um eine weitere Woche verlängert werden.

„Aus ethischen Gründen wollen wir eine Botschaft aussenden, dass der Olympische Friede, der Heilige Olympische Friede, respektiert werden sollte“, sagte Constantinos Filis, Direktor des Internationalen Zentrums für Olympische Waffenruhe in Athen.

„Das mag in der Praxis nicht immer erreichbar sein. Aber die Botschaft erreicht jeden Winkel der Erde: Wo immer es möglich ist, sollten wir uns bemühen, auch nur einen kleinen Raum für den Frieden zu schaffen.“

Der Direktor des Internationalen Zentrums für den Olympischen Frieden Constantinos Filis spricht in Athen, 28. Januar 2026
Der Direktor des Internationalen Zentrums für den Olympischen Frieden Constantinos Filis spricht in Athen, 28. Januar 2026 AP Photo

Waffenstillstandsinitiativen seien auch in einer Ära globaler Unordnung und politischer Polarisierung wichtig, so Filis. Denn einseitige Machtpolitik bedrohe zunehmend die internationale Zusammenarbeit.

Die Olympischen Spiele wurden 1896 in ihrer modernen Form wiederbelebt. Das Konzept eines Waffenstillstands rund um die Veranstaltung entstand jedoch erst fast ein Jahrhundert später. Anlass waren die Kriege im ehemaligen Jugoslawien Anfang der 1990er-Jahre.

Der Waffenstillstand während der Winterspiele 1994 in Norwegen führte zu einer Unterbrechung der Belagerung von Sarajevo. Dadurch konnten Hilfskonvois Lebensmittel und Medikamente in die bosnische Hauptstadt bringen.

Sechs Jahre später marschierten Nord- und Südkorea bei der Eröffnungsfeier in Sydney gemeinsam ein.

Im antiken Griechenland wurde der Waffenstillstand von den verfeindeten Stadtstaaten respektiert. Er ermöglichte Athleten und Zuschauern eine sichere Reise nach Olympia – zu einem Ereignis von höchster sportlicher und geistiger Bedeutung.

UN-Resolutionen zum Waffenstillstand werden meist mit breiter Mehrheit verabschiedet. Für die Spiele in London 2012 stimmten alle 193 UN-Mitgliedstaaten zu. Dennoch haben Unterzeichner ihre Zusagen wiederholt gebrochen.

So begann der russische Einmarsch in die Ukraine 2022 bekanntermaßen während einer Waffenstillstandsperiode.

„Ich denke, die Olympischen Spiele sind ein hervorragender Moment, um den Frieden, die Achtung des Völkerrechts und die internationale Zusammenarbeit zu symbolisieren“, sagte UN-Generalsekretär António Guterres am Donnerstag vor Reportern.

Weitere Quellen • AP

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