Zum Start der Münchner Sicherheitskonferenz treffen sich internationale Spitzenpolitiker in Bayern. Dabei will Deutschland selbstbewusst auftreten – Außenminister Johann Wadephul spricht von "Entfremdung" und "Irritationen" im Bündnis mit Washington.
Alle Augen richten sich heute auf München – denn dort wird in den kommenden Tagen Weltpolitik verhandelt. Mit dem Auftakt der Münchner Sicherheitskonferenz beginnt eines der wichtigsten sicherheitspolitischen Treffen weltweit.
Für den ersten Tag werden unter anderem Reden von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), dem Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, sowie dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) erwartet.
Im Mittelpunkt des ersten Konfernenztages stehen Fragen zur Zukunft des Gazastreifens, Europas sicherheitspolitische Ausrichtung und sein Verhältnis zum Multilateralismus, der Umgang mit dem Iran sowie Strategien gegen hybride Kriegsführung.
Deutschland will in diesem Jahr besonders selbstbewusst auftreten. Das machte Außenminister Johann Wadephul (CDU) bereits vor Beginn der Konferenz im ARD-Morgenmagazin deutlich. Er sehe in der NATO "eine Entfremdung" und "Irritationen" über manche Äußerungen aus Washington. Darüber müsse gesprochen werden – mit Deutchland in einer führenden Rolle.
Dafür ist die Bundesregierung auch personell stark vertreten: Neben Wadephul nehmen unter anderem Bundesfinanzminiser und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD), Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD), Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) und Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) teil.
Euronews berichtet live aus München.