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Frankreich steht an Libanons Seite: Paris verdreifacht Nothilfe auf 60 Tonnen

Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot gibt nach einem Krisentreffen am Montag, den 2. März 2026, in Paris eine Pressekonferenz.
Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot gibt nach einem Krisentreffen am Montag, den 2. März 2026, in Paris eine Pressekonferenz. Copyright  AP Photo/Thibault Camus, Pool
Copyright AP Photo/Thibault Camus, Pool
Von Célia Gueuti
Zuerst veröffentlicht am
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Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot hat im französischen Fernsehen angekündigt, dass 60 Tonnen humanitäre Hilfe in den Libanon geschickt werden. Israel führt dort Militäroperationen gegen die pro-iranische Hisbollah durch. Hunderttausende Menschen mussten fliehen.

Frankreich verdreifacht seine humanitäre Hilfe für Libanon, das hat Außenminister Jean-Noël Barrot angekündigt. Vor einigen Tagen hatte die Ministerin für die Franzosen im Ausland von 20 Tonnen humanitärer Hilfe, die in den Libanon geschickt werden, gesprochen. Als Gast in der Morgensendung des französischen Fernsehsenders TF1 teilte Jean-Noël Barrot mit, dass 60 Tonnen Hilfsgüter in das Land transportiert werden sollen, in dem Israel eine Militäroperation gegen die Hisbollah führt.

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Fast 800.000 Menschen sind aus umkämpften Gebieten des 5,7 Einwohner zählenden Landes geflohen. Traditionell sind die Beziehungen zwischen Libanon und Frankreich sehr eng.

"Es handelt sich um Sanitätskits, Hygienekits, Matratzen, Lampen, aber auch eine mobile Gesundheitsstation", so der französische Außenminister. Außerdem sei bereits "direkte finanzielle Unterstützung" für "vier vor Ort tätige humanitäre Organisationen" bereitgestellt worden.

500 Tote in Libanon seit Ende Februar

Seit dem Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar leben viele Menschen in Libanon in Angst und Schrecken. Israel fliegt vermehrt Angriffe auf sein Nachbarland und zielt dabei nach eigenen Angaben auf Milizen und Infrastruktur der pro-iranischen Hisbollah ab. Die libanesische Hauptstadt Beirut und ihre südlichen Vororte werden regelmäßig bombardiert. In der Nacht vom 10. auf den 11. März wurde "eine Wohnung in der dicht besiedelten Gegend von Aischa Bakkar" getroffen, wie die Nationale Nachrichtenagentur (Ani) berichtete.

Am 5. März hatte Israel eine Massenevakuierung der südlichen Viertel der Hauptstadt Beirut angeordnet, was Zehntausende Libanesen zwang, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen. Insgesamt wurden seit Beginn des Konflikts 759.300 Menschen vor allem innerhalb des Landes vertrieben, wie die lokalen Behörden in ihrer jüngsten Bilanz feststellten. Nahezu 500 Menschen wurden seit Ende Februar getötet.

Jean-Noël Barrot kündigte außerdem an, dass "mehrere Dutzend" gepanzerte Fahrzeuge nach Beirut geliefert werden sollen, um die libanesischen Streitkräfte zu unterstützen. "Wir sind der Ansicht, dass sie allein legitimiert sind, die Sicherheit des Libanon zu gewährleisten", erinnerte der Minister. Er forderte die Hisbollah erneut auf, "ihre Angriffe auf Israel einzustellen" und "ihre Waffen an die libanesischen Behörden zurückzugeben".

Eigentlich hatten im Herbst 2024 Israel und die Hisbollah einen Waffenstillstand unterzeichnet. Dennoch griff die israelische Armee weiterhin den Süden des Landes an. Die Regierung des Libanon hatte versprochen, die mit Iran verbündete Hisbollah zu entwaffnen. Doch dies gestaltet sich schwierig, da die schiitische Gruppe als eine Art Staat im Staate fungiert und auch Wohltätigkeitsorganisationen betreibt.

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