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Iran-Krieg: Neues Rekordhoch beim Dieselpreis zum Wochenbeginn?

Die Preise an der Tankstelle steigen von Tag zu Tag. Kommt zum Wochenanfang der nächste Rekordwert?
Die Preise an der Tankstelle steigen von Tag zu Tag. Kommt zum Wochenanfang der nächste Rekordwert? Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Margitta Kirstaedter
Zuerst veröffentlicht am
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Der Krieg im Nahen Osten treibt die Spritpreise weiter in die Höhe. Auch wenn die Preise an Deutschlands Tankstellen an diesem Wochenende relativ stabil blieben, befürchten die Experten für den Wochenanfang ein Rekordhoch beim Diesel.

An diesem Wochenende sind die Spritpreise zwar weitgehend stabil geblieben, doch beobachtete der ADAC beim Diesel weiterhin eine leichte Tendenz nach oben. Sollte diese anhalten, könnten die Dieselpreise in den kommenden drei Tagen ihr Allzeithoch überschreiten. Die weltweiten Befürchtungen, dass der Iran-Krieg weiter eskalieren könnte, treiben die Preise stetig in die Höhe.

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Vor dem Wochenende hatte der Dieselpreis binnen zwei Tagen um mehr als 12 Cent zugelegt. Am Samstag gab der ADAC die bundesweiten Durchschnittspreise an den Tankstellen mit 2,301 Euro für den Liter Diesel und 2,083 Euro für den Liter Super E10 an – wobei es regional an manchen Tankstellen natürlich teurer sein konnte.

Die ersten Morgenpreise vom Sonntag – der Morgen ist üblicherweise die teuerste Tankzeit – deuteten auf einen weiteren leichten Anstieg hin: Laut ADAC im Schnitt 2,338 Euro für Diesel und Super E10 2,150 Euro pro Liter. Am Freitag waren es 2,291 Euro für Diesel und 2,086 Euro für Superbenzin E10 pro Liter. Angesicht der Preisentwicklung fürchten die Experten ein neues Allzeithoch – auch wenn die Preisschwankungen Vorhersagen unsicher machen.

Preise seit Beginn des Iran-Krieges stark gestiegen

Beide Preise haben seit Beginn des Krieges stark zugelegt. Der Liter Diesel war laut Medienberichten an diesem Wochenende über 55 Cent teurer als am Tag vor Kriegsausbruch, ein Liter Benzin über 30 Cent. Hauptgrund sind die Rohölpreise, die durch den Krieg stark gestiegen sind. Die Mineralölindustrie steht aber auch weitläufig in der Kritik, die geopolitische Lage für Preistreiberei auszunutzen. Zur Entlastung der Autofahrer und -fahrerinnen fordert der ADAC eine Senkung der Energiesteuer.

Nach Einschätzung des ADAC treiben zusätzlich die Angriffe des Irans auf die LNG-Infrastruktur in Katar die Dieselpreise in die Höhe, da längerfristige Ausfälle befürchtet werden. Die Sperrung der Straße von Hormus könnte kurzfristig aufgehoben werden, der Wiederaufbau zerstörter LNG-Förderanlagen braucht länger und hat damit schwerwiegendere Auswirkungen.

US-Präsident Donald Trump hat der Nachrichtenagentur AP zufolge dem Iran die Zerstörung von dessen Energieanlagen angedroht, falls das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig öffnet. Der Iran hielt dagegen, dass er eine solche Operation mit dem Angriff auf US-amerikanische und israelische Energie- und Infrastrukturanlagen beantworten werde.

Preisanstieg in Deutschland im europäischen Vergleich besonders hoch

In Deutschland sind die Preise teilweise stärker gestiegen als im europäischen Durchschnitt. Als Maßnahmenpaketgegen den Preisanstieg treibt die Bundesregierung die Verschärfung des Kartellrechts für effektivere Kontrolle überhöhter Preise voran und hat ein Gesetz auf den Weg gebracht, dass Tankstellen nur noch einmal am Tag um zwölf Uhr mittags die Preise erhöhen dürfen. Dank eines beschleunigten Verfahrens im Parlament sollen die Regeln schon Anfang April in Kraft treten können.

Außerdem gibt Deutschland mehr als zwei Millionen Tonnen Rohöl seiner Notreserve frei. Auch andere Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur wollen Teile ihrer Notreserven freigeben.

Andere europäische Regierungen setzen ebenfalls auf Gegenmaßnahmen wie Steuersenkungen, Preisdeckel oder noch strengere Beschränkungen der täglichen Preiserhöhungen, wie zum Beispiel Österreich. Auch auf EU-Ebene werden zeitlich befristete Notfallmaßnahmen geprüft.

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