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Protest von Bus- und Brummifahrern in Paris: Im Schneckentempo gegen gestiegene Spritpreise

Ein Stau auf der Pariser Ringautobahn am Sonntag, den 18. Oktober 2020.
Ein Stau auf der Pariser Ringautobahn am Sonntag, den 18. Oktober 2020. Copyright  AP Photo/Michel Euler
Copyright AP Photo/Michel Euler
Von Nathan Joubioux
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Angesichts stark gestiegener Spritpreise hat die Organisation der Transportunternehmer OTRE zu einer Protestaktion in Paris aufgerufen. Das Hilfsprogramm der französischen Regierung halten die Betroffenen für nicht ausreichend.

Eine Protestaktion im Schneckentempo mit 110 Bussen und 70 LKWs hat am Montag Vormittag die Pariser Ringautobahn teilweise lahmgelegt. Die Aktion, die an der Porte de Vincennes begann wurde von der Europäischen Vereinigung für den Straßenverkehr OTRE (Organisation des Transporteurs Routiers Européens) in der Region Île-de-France koordiniert. Der Protest richtet sich gegen die steigenden Kraftstoffpreise und fordert mehr Unterstützung durch den Staat.

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Für diese Woche sind zudem weitere Mobilisierungen in Frankreich geplant, unter anderem in den Regionen Pays de la Loire, Provence-Alpes-Côtes d'Azur, Okzitanien und Neu-Aquitanien.

Hilfe reicht nicht aus

Der Speditions- und Transport-Sektor, der vom Krieg im Nahen Osten stark betroffen ist, hat ein Hilfsangebot der Regierung erhalten. Am Freitag gaben Wirtschaftsminister Roland Lescure und Verkehrsminister Philippe Tabarot bekannt, dass sie 50 Millionen Euro für den Transportsektor bereitstellen.

Die Kraftstoffe-Preise sollen im April für die Unternehmen um 20 Cent pro Liter gesenkt werden.

Die Vereinigung hat in einer Pressemitteilung erklärt, dass"der Umfang der Mittel [...] nicht dem Ernst der Lage, den Schwierigkeiten der betroffenen Berufsgruppen und den Maßnahmen, die 2022 ergriffen worden waren, entspricht. Sollte die Exekutive ihre Position unverändert beibehalten, könnten die Folgen dramatisch sein. Die sozialen und wirtschaftlichen Kosten, die durch Entlassungen und Insolvenzen entstehen, könnten weit über den heute angekündigten Betrag hinausgehen".

Nur ein erster Schritt

Die OTRE begrüßt zwar "einen ersten Schritt", versichert jedoch, dass dieser "allein keine ausreichende Antwort auf die Krise darstellen kann, die die Fachleute des Sektors derzeit durchmachen".

Schließlich fordert die Vereinigung die Regierung auf, "ihre Verantwortung zu übernehmen". In der Zwischenzeit "kann die Mobilisierung der Transportunternehmen im ganzen Land nur aufrechterhalten werden", so die Schlussfolgerung.

Im Sender [LCI](https://x.com/LCI %28Quelle auf Französisch%29/status/2038171542685655141) räumte Maud Bregeon, Regierungssprecherin und Ministerin für Energie, ein, dass die ersten von der Regierung ergriffenen Hilfen "auf diejenigen ausgerichtet sind, die die größten Schwierigkeiten haben". Die Regierung werde aber "die Antworten entsprechend einer sich entwickelnden Situation" anpassen.

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