Unwetter "Erminio" trifft Griechenland: Hagel, Starkregen und sogar Schneefall sorgen für Chaos. Auf Rhodos bleiben die Schulen geschlossen. Behörden warnen vor weiteren Extremwetterlagen.
Die am Montag von der Hellenic National Meteorological Agency (EMY) herausgegebene Unwetterwarnung wurde aktualisiert: Für sieben Gebiete wurde eine rote Warnung ausgesprochen, darunter Attika.
Konkret wird ein Wettersystem im zentralen Mittelmeerraum namens "Erminio" vorhergesagt, das die meisten Gebiete des Landes von Dienstagabend bis Donnerstag mit lang anhaltendem und intensivem Regen und Gewitter und möglicherweise mit lokalen Hagelstürmen treffen wird.
Am Mittwoch werden im östlichen Teil des Landes die Winde aus Ost-Südost mit 7 bis 9 und lokal in der Dodekanes-Region mit 10 Beaufort wehen. In den Bergen von Epirus und Mazedonien wird es zu starkem Schneefall kommen.
Vorhersage: Starke Regenfälle und Gewitter
Ab Mittwoch wird in weiten Teilen Griechenlands mit intensiven Regenfällen und teils schweren Gewittern gerechnet. Die Wetterlage führt in zahlreichen Regionen zu erhöhten Warnstufen, die sich im Tagesverlauf weiter ausweiten.
Bereits in den frühen Morgenstunden gilt auf den Ionischen Inseln eine orangefarbene Warnung. Am südwestlichen Peloponnes tritt diese ab Mittag in Kraft. Deutlich kritischer ist die Situation im östlichen Peloponnes sowie in Ost-Sterea, Euböa, Thessalien und den Sporaden: Hier wird von den Mittagsstunden bis spät in die Nacht die höchste Warnstufe (rot) erwartet.
Auch in Attika gilt im gleichen Zeitraum eine rote Warnung. In Pieria hingegen wird von Mittag bis in die Nacht eine orangefarbene Warnung ausgesprochen. Die nördlichen Kykladen stehen ab dem Nachmittag unter orangefarbener Warnung, ebenso wie die ostägäischen Inseln vom späten Nachmittag bis zum Abend.
Besonders angespannt bleibt die Lage im Dodekanes, wo ab dem späten Nachmittag die rote Warnstufe gilt. Im östlichen Kreta ist in den Nachmittags- und Abendstunden ebenfalls mit starken Wetterereignissen unter orangefarbener Warnung zu rechnen.
Am Donnerstag verlagert sich der Schwerpunkt der Unwetter teilweise. Auf dem westlichen und südlichen Peloponnes gilt dann von den Morgenstunden bis spät in die Nacht die rote Warnstufe. In Ostthessalien – insbesondere in den Regionen Larissa und Magnesia einschließlich der Sporaden – besteht von den frühen Morgenstunden bis zum Mittag eine orangefarbene Warnung.
Auch in Zentralmazedonien (Pieria, Imathia, Chalkidiki und Serres) wird von den Morgenstunden bis zum späten Nachmittag eine orangefarbene Warnstufe erwartet. Auf Kreta, vor allem im Westen und Süden, verschärft sich die Lage ab Mittag erneut: Bis zum späten Abend gilt hier die rote Warnung.
Auf den ostägäischen Inseln tritt ab dem späten Nachmittag wieder eine orangefarbene Warnung in Kraft. Im Dodekanes gilt zunächst in den frühen Morgenstunden die rote Warnstufe, bevor sie ab dem späten Nachmittag in eine orangefarbene Warnung übergeht.
Insgesamt ist in vielen Regionen mit erheblichen Niederschlagsmengen, lokalen Überschwemmungen und starken Gewittern zu rechnen. Reisende und Bewohner sollten die aktuelle Lage aufmerksam verfolgen und den Anweisungen der Behörden folgen.
Schulen auf Rhodos am Mittwoch geschlossen
Auf Beschluss des Regionalgouverneurs der Südägäis, Georgios Hadjimarkos, wird der Betrieb aller Schulen auf den Kykladen und dem Dodekanes am Mittwoch, den 1. April 2026, ausgesetzt, um die öffentliche Sicherheit aufgrund der bevorstehenden gefährlichen Wetterphänomene zu gewährleisten.
Der Beschluss gilt für alle Schulstufen sowie für Vorschul- und Sonderschulen, um Risiken durch Schülerbewegungen und den Betrieb von Schulen unter extremen Wetterbedingungen zu vermeiden.
Die Aussetzung des Schulbetriebs wurde nach der Herausgabe des Notfall-Wetterbulletins durch den nationalen Wetterdienst (EMF) beschlossen.