Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Unwetter in Griechenland: Orkanböen, Hochwasser und Erdrutsche

Schäden durch stürmische Winde in Thessaloniki
Schäden durch stürmische Winde in Thessaloniki Copyright  Thes.gr
Copyright Thes.gr
Von euronews mit ΑΠΕ ΜΠΕ
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare
Teilen Close Button

In Griechenland sorgt ein Unwetter für massive Probleme: Orkanböen peitschen die See auf, örtlich dringt Wasser an Land und es kommt zu Stromausfällen. Im Landesinneren führen tagelange Regenfälle zu Überschwemmungen und Erdrutschen.

Von Korfu bis Thessaloniki fegen in Nordgriechenland heftige Nordwestwinde über die Region. Örtlich erreichen sie bis zu 11 Beaufort, das entspricht etwa 103–117 km/h. Gleichzeitig haben die starken Regenfälle der vergangenen Tage in Mazedonien, Epirus und auf dem Peloponnes Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst.

WERBUNG
WERBUNG

In Thessaloniki sorgten die starken Winde mit Böen von bis zu 75–88 km/h für umgestürzte Bäume und umherfliegende Gegenstände. Es kam außerdem zu Stromausfällen und Problemen im öffentlichen Verkehr. Bei der Feuerwehr gingen Dutzende Anrufe ein: In Thessaloniki rückten Einsatzkräfte bislang 32-mal zum Fällen von Bäumen und 57-mal zum Entfernen von Gegenständen aus.

Durch Sturmböen verursachte Schäden in Thessaloniki
Durch die Sturmböen verursachte Schäden in Thessaloniki Thes.gr

In Zentralmazedonien wurden die Feuerwehrleute insgesamt in 88 Fällen zum Fällen von Bäumen und in 33 Fällen zur Beseitigung von Gegenständen eingesetzt. Verletzte wurden bisher nicht gemeldet.

Zudem gab es Schwierigkeiten bei der Landung von Flugzeugen am Flughafen "Makedonia". In mehreren Gebieten der Präfektur Thessaloniki fiel der Strom aus.

Den Wettervorhersagen zufolge sollen die starken Winde im Laufe des Tages nachlassen.

Sturm auf den Ionischen Inseln

Auf den Ionischen Inseln hat ein schwerer Sturm mit Böen von bis zu 110 km/h die Küsten getroffen. Die See wurde so stark aufgewühlt, dass an einem Ort auf Paxos Wasser bis in den Siedlungsbereich drang. Auf Korfu stürzten in mehreren Gebieten Bäume um, teils auf Straßen und teils auf Leitungen. Das führte zu Störungen im Straßenverkehr und zu Stromausfällen, weil das Netz an mehreren Stellen beschädigt wurde – unter anderem, nachdem ein größerer Baum auf Leitungen des Mittelspannungsnetzes gefallen war.

Überflutete Felder und Erdrutsche

Die heftigen Regenfälle der vergangenen Tage haben in mehreren Regionen des Festlands für große Probleme gesorgt. In Epirus traten Flüsse über die Ufer, tausende Hektar landwirtschaftlicher Flächen stehen unter Wasser, und auch Viehzuchtbetriebe sind betroffen. Eine Gemeinde warnte die Bevölkerung mit einer dringenden Mitteilung, nachdem ein Fluss am Dienstagabend deutlich angeschwollen war. Auch in weiteren Landesteilen wurden Felder überflutet, weil Flüsse an mehreren Stellen ausuferten.

Besonders angespannt ist die Lage außerdem in Nordgriechenland, wo Deiche an einem größeren Fluss unter Druck gerieten. Einsatzkräfte verstärkten die Schutzanlagen, weil durch die Regenmassen zusätzlich Wasser aus Kanälen in den Fluss strömte und die Gefahr bestand, dass die Deiche nachgeben.

Auf der Halbinsel Peloponnes kam es zudem zu Erdrutschen: In einer Bergregion blockierten Schlammmassen und Geröll zeitweise die Zufahrten zu einem Dorf, sodass Bewohner vorübergehend von der Versorgung abgeschnitten waren. An der Westküste wird außerdem ein rund 40 Tonnen schwerer Felsbrocken gesichert, der sich gelöst hatte. Mehrere Häuser wurden vorsorglich evakuiert.

Weitere Quellen • ertnews.gr

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Schweres Unwetter in Griechenland fordert zwei Tote: Offizier der Küstenwache und Frau

Verheerende Winde in Griechenland: Küstenwache tot am Strand

Sturm Nils fordert Todesopfer und verursacht massive Stromausfälle in Frankreich