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Dubai: sicherer Hafen für Anleger?

ARCHIV: Ein Boot fährt an den Wolkenkratzern der Marina-Uferpromenade vorbei, gesehen von der Palm Jumeirah in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, 22. September 2018.
ARCHIV: Ein Boot fährt an den Wolkenkratzern der Marina-Uferpromenade vorbei, gesehen von der Insel Palm Jumeirah in Dubai, VAE, 22. September 2018. Copyright  AP Photo
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Von Toby Gregory
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Unter dem Dach der Handelskammer von Dubai loben Wirtschaftsverbände aus aller Welt das Emirat: Verunsicherte Anleger finden dort vor allem Verlässlichkeit.

Geopolitische Spannungen versetzen die Märkte in Unruhe, Investoren gehen bei der Wahl ihrer Anlageziele deutlich selektiver vor. Dubai wirbt in diesem Umfeld mit Stabilität und langfristigen Anlagevorteilen.

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Unter dem Dach der Dubai Chamber of Commerce haben nun auch die bilateralen Wirtschaftsvertretungen ihre Stimme für diesen Kurs erhoben.

„Selbst in der aktuellen Lage spüre ich bei meinen Anlageentscheidungen eine übergeordnete Ruhe und Fokussierung“, sagte Siddharth Balachandran, Vorsitzender des Indian Business & Professional Council (IBPC) in Dubai.

„Das spiegelt mein uneingeschränktes Vertrauen in Dubai und seine langfristigen makroökonomischen Fundamentaldaten wider.“

Klarheit als Wettbewerbsvorteil

Die beschwichtigende Sprache ist bewusst gewählt. In volatilen Märkten wird die Fähigkeit, Berechenbarkeit zu signalisieren, selbst zu einem wirtschaftlichen Pluspunkt. Wirtschaftsverbände, die Dutzende Nationalitäten im Emirat vertreten, setzen genau darauf.

Katy Keenan, Geschäftsführerin der British Chamber of Commerce Dubai, verwies auf Kommunikation als zentralen Bestandteil dieses Angebots.

„Einbindung der Stakeholder und Klarheit in der Kommunikation sind in jeder Krise entscheidend“, sagte sie und betonte, Unternehmen bräuchten „laufende Updates mit Rückkopplung“.

Eine solche Reaktionsfähigkeit der Institutionen ist für multinationale Konzerne ein wichtiges Kriterium bei der Standortwahl. Effiziente Regulierung und schnelle Umsetzung wiegen für viele Investoren inzwischen so schwer wie Wachstumszahlen, besonders für Firmen, die Risiken in mehreren Märkten steuern.

Drehscheibe, aber keine Insel

Die Befürworter Dubais vermeiden allerdings Übertreibungen. Die starke internationale Vernetzung des Emirats, die es so attraktiv macht, bedeutet zugleich eine hohe Anfälligkeit für externe Schocks.

Eine Abkühlung großer Volkswirtschaften, Störungen wichtiger Handelsrouten oder Turbulenzen an den globalen Kapitalmärkten schlagen auch in Dubai durch.

Kanat Kutluk, Vorsitzender des Turkish Business Council, sieht im Emirat „ein stabiles und dynamisches Umfeld, in dem Unternehmen aus aller Welt mit Vertrauen wachsen können“.

Werner Baumgartner, Vorsitzender des Austrian Business Council, bezeichnete Dubai als „globale Plattform für Unternehmen, Talente, Kapital und Innovation“.

Der starke Verweis auf bisherige Erfolge ist bemerkenswert.

„Dubais Bilanz spricht für sich selbst … Die Stadt steht auf einem Fundament, das ihr erlaubt, sich anzupassen und zu gedeihen“, sagte Peggy Scherpenberg, Vorsitzende des Belgian Business Council.

Auf Ebene der Unternehmen steht diese Anpassungsfähigkeit derzeit auf dem Prüfstand.

Viele Firmen sichern sich ab, indem sie Lieferketten diversifizieren und unterschiedliche Szenarien durchspielen, statt einfach nur zu expandieren. Diesen Strategiewechsel führt Evangeline Monjardin, Vorsitzende des Philippine Business Council, zurück auf „vorausschauende Politik, eine starke institutionelle Bereitschaft und eine robuste Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor“.

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