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Bohrstart nach 40 Jahren: Griechenland stärkt seine Energiesicherheit

Kartenquelle: Griechisches Statistisches Amt
Kartenquelle: Griechisches Statistisches Amt Copyright  Με το ροζ χρώμα απεικονίζονται οι ήδη μισθωμένες περιοχές
Copyright Με το ροζ χρώμα απεικονίζονται οι ήδη μισθωμένες περιοχές
Von Foteini Doulgkeri
Zuerst veröffentlicht am
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Griechenland treibt die Rückkehr zur Kohlenwasserstoffexploration voran: Mit den geplanten Bohrungen im "Block 2" im Ionischen Meer verbindet Athen die Hoffnung auf mehr Energiesicherheit und geopolitisches Gewicht. Gleichzeitig wachsen die Sorgen vor Risiken für Meeresumwelt und Klima.

Der Vertrag für die Erkundungsbohrungen nach Kohlenwasserstoffen im "Block 2" im nordwestlichen Ionischen Meer wurde heute im Ministerium für Umwelt und Energie unterzeichnet. Damit wird ein Projekt vorangetrieben, das für Griechenland sowohl energiepolitisch als auch geopolitisch von besonderer Bedeutung ist.

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Karte Quelle:EDEYEP
Kartenquelle:EDEYEP Οι περιοχές για τις οποίες υπογράφεται σήμερα η σύμβαση

Die für Februar 2027 geplante Bohrung dürfte die erste ihrer Art in Griechenland seit mehr als vier Jahrzehnten sein. Sie unterstreicht damit die Wiederaufnahme der Explorationsaktivitäten im Kohlenwasserstoffsektor.

Die Vereinbarung wird zwischen dem Konsortium ExxonMobil-Energean-HELLENiQ Energy, das die Explorationsrechte in dem Gebiet hält, und Stena Drilling geschlossen. Die Unterzeichnung findet in Anwesenheit der politischen Führung des Ministeriums sowie diplomatischer Vertreter der Vereinigten Staaten und Schwedens statt. Im Anschluss will das Konsortium das Bohrprogramm im Detail vorstellen.

Die ursprüngliche Vereinbarung zur Fortsetzung der Explorationsarbeiten wurde im November in Athen getroffen. ExxonMobil stieg dabei mit einem Anteil von 60 Prozent in das Konsortium ein, während Energean und HELLENiQ Energy nun 30 beziehungsweise 10 Prozent halten.

Nach den vorliegenden Daten gilt "Block 2" als die am weitesten entwickelte Konzession für Erkundungsbohrungen in Griechenland. Die Bohrung "Asopos-1" zielt auf potenzielle Lagerstätten in Karbonatgestein in einer Tiefe von etwa 4.000 Metern. Das geschätzte Potenzial liegt bei bis zu 200 Milliarden Kubikmetern Erdgas. Die Wahrscheinlichkeit, eine förderbare Lagerstätte zu entdecken, wird auf 15 bis 18 Prozent geschätzt – ein für Erkundungsbohrungen dieser Art realistischer Wert.

Das Projekt soll mit dem schwimmenden Bohrschiff "Stena DrillMAX" umgesetzt werden, einem modernen Schiff der sechsten Generation, das für Tiefsee-Einsätze ausgelegt ist. Es kann in Wassertiefen von bis zu 3.000 Metern und bis zu einer Bohrtiefe von mehr als zehn Kilometern operieren. Zudem verfügt es über moderne dynamische Positionierungssysteme, Doppelaktivitäts-Technologie und hochwertige Sicherheitsausrüstung wie ein Blowout-Preventer-System (BOP). Darüber hinaus ist das Schiff für die Reduzierung von Emissionen und eine verbesserte Energieeffizienz zertifiziert.

Bildquelle: https://www.stena-drilling.com/video-library/
Bildquelle: https://www.stena-drilling.com/video-library/ Το πλωτό γεωτρύπανο που θα επιχειρήσει στο Ιόνιο

Auf strategischer Ebene ist die Initiative Teil der umfassenderen Bemühungen Griechenlands, seine Energiesicherheit zu stärken und seine Versorgungsquellen in einer Zeit wachsender geopolitischer Unsicherheit zu diversifizieren. Die mögliche Entdeckung förderbarer Vorkommen könnte dazu beitragen, die Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern, die Staatseinnahmen zu erhöhen und die Rolle des Landes als regionales Energiezentrum zu stärken.

Gleichzeitig gehen solche Projekte mit berechtigten Umweltbedenken einher. Aktivitäten in marinen Ökosystemen, insbesondere in artenreichen Gebieten wie dem Ionischen Meer, werfen Fragen zum Schutz der Meeresumwelt, zum Unfallrisiko und zu den Auswirkungen auf das Klima auf. Deshalb wird der strikten Einhaltung internationaler Sicherheitsstandards, der kontinuierlichen Überwachung des Betriebs und dem Einsatz von Technologien zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks besondere Bedeutung beigemessen.

Das Gleichgewicht zwischen Energieentwicklung und Umweltschutz bleibt damit eine zentrale Herausforderung, um die natürlichen Ressourcen nachhaltig und verantwortungsvoll zu nutzen.

Weitere Quellen • ΑΠΕ-ΜΠΕ

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