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Studie: Klimawandel und Luftverschmutzung erhöhen Schlaganfallrisiko

Die Welt-Schlaganfall-Organisation hebt hervor, dass Luftverschmutzung ein wesentlicher Risikofaktor für Schlaganfälle ist.
Die Welt-Schlaganfallorganisation nennt Luftverschmutzung als wichtigen Risikofaktor für Schlaganfälle. Copyright  Canva
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Von Roselyne Min
Zuerst veröffentlicht am
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Klimawandel und Luftverschmutzung erhöhen womöglich das Schlaganfallrisiko, warnt die Welt-Schlaganfallorganisation.

Umweltveränderungen, die der Klimawandel verschärft, darunter extreme Temperaturen, plötzliche Temperaturschwankungen, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Waldbrände sowie Staub- und Sandstürme, könnten mit einem höheren Schlaganfallrisiko verbunden sein. Darauf weist neue Forschung (Quelle auf Englisch) hin.

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Forschende, die mit der World Stroke Organization zusammenarbeiten, haben veröffentlichte Studien ausgewertet, die den Zusammenhang zwischen Schlaganfällen und klimabedingten Umweltveränderungen untersuchen.

Sie kamen zu dem Schluss, dass ein immer instabileres Klima vermutlich sowohl das Risiko erhöht, einen Schlaganfall zu erleiden, als auch daran zu sterben.

Die Forschenden betonten, dass die meisten Daten nur Zusammenhänge zeigen und nicht beweisen, dass klimabedingte Wetterereignisse Schlaganfälle direkt auslösen. Das Gesamtbild der Ergebnisse sei jedoch konsistent und aus biologischer Sicht plausibel.

„Hohe Temperaturen können zu Dehydrierung führen. Dadurch wird das Blut gewissermaßen ‚dicker‘, und das Risiko für verstopfte Blutgefäße steigt. Veränderungen von Luftfeuchtigkeit und Luftdruck können zudem den Blutdruck erhöhen, einen wichtigen Auslöser für Schlaganfälle“, sagte Anna Ranta, Hauptautorin der Übersichtsstudie und Forscherin an der Abteilung für Innere Medizin der University of Otago in Wellington, Neuseeland.

Ranta erklärte, dass sich Wetterextreme gegenseitig verstärken können, wenn sie gemeinsam auftreten – etwa extreme Hitze und Dürre oder Kälte, Feuchtigkeit und Wind. In solchen Situationen steigt das Risiko für Schlaganfälle und Todesfälle noch weiter.

Die Untersuchung ergab, dass bestimmte Gruppen offenbar besonders gefährdet sind. Dazu gehören ältere Menschen, Personen mit Stoffwechselerkrankungen und Menschen, die in kälteren Regionen oder in einkommensschwächeren Verhältnissen leben. Dort tragen sowohl Kälte- als auch Hitzeextreme besonders stark zur Belastung durch Schlaganfälle bei.

Die World Stroke Organization hebt zudem Luftverschmutzung als wichtigen Faktor für das Schlaganfallrisiko hervor.

Ihr jüngstes Global Stroke Fact Sheet zeigt, dass Umweltfaktoren, vor allem Luftverschmutzung und Bleibelastung, etwa 37 Prozent der weltweiten Schlaganfallbelastung ausmachen.

„Feine Partikel aus den Luftschadstoffen gelangen über die Lunge in den Blutkreislauf und schädigen die Wände der Blutgefäße. Das kann zu verstopften oder geplatzten Hirnarterien führen und einen Schlaganfall auslösen.“

Da Klimawandel und Luftverschmutzung eine gemeinsame Hauptquelle haben – die Verbrennung fossiler Brennstoffe –, betont die World Stroke Organization, dass geringere Treibhausgasemissionen klimabedingte Schlaganfallrisiken senken und die Gehirngesundheit schützen könnten.

Schlaganfälle sind weltweit die dritthäufigste Ursache für Tod und Behinderung. Im Jahr 2021 wurden elf Komma neun Millionen neue Fälle registriert, und eine von vier erwachsenen Personen ist im Laufe ihres Lebens gefährdet, wie die Weltgesundheitsorganisation (Quelle auf Englisch) berichtet.

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