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Ölpreis fällt unter hundert Dollar: Börsen steigen vor möglichem US-Iran-Abkommen

Börsenhändler Joseph Stevens (links) arbeitet am Dienstag, dem fünften Mai zweitausendsechsundzwanzig, auf dem Parkett der New Yorker Börse.
Händler Joseph Stevens (links) arbeitet am Dienstag, dem fünften Mai 2026, auf dem Parkett der New York Stock Exchange. Copyright  AP Photo
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Von Doloresz Katanich mit AP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Brent-Öl rutscht unter 100 Dollar, Asiens Börsen auf Rekord, Europa startet fester – Hoffnung auf US‑Iran‑Abkommen zur schrittweisen Öffnung der Straße von Hormus.

Der Preis für Nordseeöl der Sorte Brent ist am Donnerstagmorgen unter 100 Dollar je Barrel gefallen. Aus dem Nahen Osten kommen Berichte, dass die USA und der Iran kurz vor einer Einigung über eine schrittweise Wiederöffnung der Straße von Hormus stehen.

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Zum Zeitpunkt der Berichtserstattung notiert der Terminkontrakt auf Brent zur Lieferung im Frontmonat bei rund 99,7 Dollar je Barrel, die US-Sorte WTI kostet 93,6 Dollar.

Die weitgehende Schließung der wichtigen Seestraße im Zuge des Konflikts hat die weltweiten Ölströme stark durcheinandergebracht. Das treibt die Inflation an und lässt die Energiepreise rund um den Globus steigen.

Am Mittwoch waren die Ölpreise bereits um fast acht Prozent gefallen. Gleichzeitig legten die Aktienmärkte weltweit zu, nachdem US-Präsident Donald Trump einen Durchbruch mit dem Iran in Aussicht gestellt hatte und damit Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Blockade nährte.

Die Stimmung bleibt dennoch verhalten. Die Spannungen halten an, was ein US-Militärschlag auf einen iranischen Öltanker im Golf von Oman unterstrich. Washington erhöht damit den Druck auf Teheran, einem Abkommen zuzustimmen.

Börsen setzen Rally fort

Die asiatischen Börsen haben am Donnerstag deutlich zugelegt. In Tokio sprang der Leitindex Nikkei 225 um fünf Komma sieben Prozent auf ein neues Rekordhoch im Tagesverlauf. Anleger warten auf Signale für ein mögliches US-Iran-Abkommen, das den Transport von Rohöl durch den Persischen Golf wieder erleichtern könnte.

Damit setzt der Nikkei eine kräftige Rally fort: In den vergangenen drei Monaten legte er um rund 18 Prozent zu, im Jahresvergleich sogar um fast 73 Prozent. Haupttreiber ist die anhaltend starke Nachfrage nach Technologiewerten, die vom KI-Boom profitieren.

Auch in anderen asiatischen Märkten überwogen Kursgewinne. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um eins Komma drei Prozent auf 26.559,86 Punkte, der australische Leitindex S&P/ASX 200 gewann null Komma neun Prozent auf 8.870,70 Punkte, und der taiwanische TAIEX legte um zwei Komma eins Prozent zu. In Südkorea gab der KOSPI dagegen um null Komma vier Prozent auf 7.353,08 Punkte nach, nachdem Anleger nach dem knapp siebenprozentigen Kurssprung vom Vortag Gewinne mitnahmen. Der Index hatte dabei erstmals die Marke von 7.000 Punkten überschritten.

In Europa starteten die Aktienmärkte fester, treten inzwischen aber weitgehend auf der Stelle.

Der Euro Stoxx 50 und der breiter gefasste Stoxx 600 bewegen sich jeweils in einer Spanne von rund null Komma zwei Prozent.

Der britische FTSE 100 liegt mehr als null Komma fünf Prozent im Minus, während der deutsche DAX 30, der französische CAC 40 und der italienische FTSE MIB jeweils in einer Bandbreite von etwa null Komma zwei Prozent schwanken.

An der Wall Street signalisieren Terminkontrakte auf die großen Indizes Kursgewinne von zwischen null Komma zwei und null Komma drei Prozent. Am stärksten zieht der Nebenwerteindex Russell 2000 an.

Am Mittwoch zeigten sich US-Aktien robust trotz des Konflikts, gestützt von einem starken Auftakt der Berichtssaison 2026. Der S&P 500 stieg um eins Komma fünf Prozent auf ein Rekordhoch, der Dow Jones Industrial Average legte um eins Komma zwei Prozent zu, der Nasdaq Composite kletterte um zwei Prozent.

Zu den auffälligsten Gewinnern zählte der Chiphersteller AMD mit einem Kurssprung von 18,6 Prozent, nachdem das Unternehmen die Erwartungen bei Gewinn und Umsatz übertroffen hatte. Super Micro Computer schoss nach besser als erwarteten Zahlen um 24,5 Prozent in die Höhe. NVIDIA – für viele das Aushängeschild des KI-Booms – gewann fünf Komma sieben Prozent und lieferte wegen seiner hohen Marktkapitalisierung den größten Einzelbeitrag zum Anstieg des S&P 500.

Auch außerhalb des Technologiesektors gab es deutliche Ausschläge. Die Aktie von CVS Health stieg um 7,6 Prozent, nachdem der Konzern seine Jahresprognose angehoben hatte. Papiere der Walt Disney Company kletterten um 7,5 Prozent: Die Vorfreude auf Zoomania 2 habe nach Unternehmensangaben die Nachfrage in den Bereichen Streaming, Freizeitparks und Kreuzfahrten angekurbelt.

Am Devisenmarkt gab der US-Dollar leicht auf 156,32 japanische Yen nach, nach zuvor 156,40 Yen. Der Euro legte geringfügig zu und kostete 1,1756 Dollar nach zuvor 1,1747 Dollar. Der Goldpreis zog im frühen europäischen Handel leicht an und lag bei 4.706,70 Dollar je Feinunze.

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