Rettungskräfte fanden den Minderjährigen am Ufer der Vilaine, einem Fluss in der Region Bretagne. Ein nasses Badetuch lag eng um seinen Hals, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
In Rennes in Frankreich ist ein elfjähriger Junge tot aufgefunden worden. Der Minderjährige lag in einem Gebüsch am Ufer der Vilaine, ein nasses Badetuch "sehr fest um seinen Hals geknotet", wie die Staatsanwaltschaft der Stadt mitteilte.
Ein Angler hatte Alarm, nachdem er die Schreie eines Kindes gehört hatte, es aber zunächst nicht lokalisieren konnte, so die Polizei.
Zeugen entdeckten den Jungen und riefen die Rettungskräfte. Als diese eintrafen, gelang es nicht, den Jungen wiederbeleben.
Festnahme eines 16-Jährigen am Pfingstmontag
Inzwischen wurde laut französischen Medien ein 16-Jähriger in Zusammenhang mit dem Tod des 12-Jährigen festgenommen.
Jugendliche sollen den Angler am Pfingstsonntag nachmittags um Köder gebeten haben. "Sie kamen zu ihm, um zu fragen, ob er ihnen lebende Köder leihen könne, um Fische zu fangen“, berichtet eine Quelle aus Polizeikreisen. Die jungen Männer hatten eine einfache Angelausrüstung dabei. Der Mann soll ihnen einige Köder gegeben haben, bevor er sie in Richtung eines Stegs gehen sah. Sie begaben sich zu einer Sackgasse, die direkt an die Vilaine führt, wo die Leiche kurz darauf gefunden wurde.
Die Ermittler leiteten ein Verfahren wegen Mordes ein und übergaben den Fall der Abteilung für organisierte und spezialisierte Kriminalität in Rennes.
Anwohner unter Schock
"Das ist ein echter Schock. Es ist ein ruhiges Viertel, nicht weit vom Zentrum. Ich wurde hier noch nie belästigt. Entlang des Kanals stehen Zelte von Obdachlosen, aber sie sind nicht aggressiv", berichtete eine Anwohnerin.
"In der Nähe gibt es einen Park, viele Menschen joggen entlang des Ufers (...). Es ist hier offen einsehbar, deshalb ist es seltsam, dass ausgerechnet hier ein Verbrechen passiert sein soll", sagte eine andere Frau.