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Kriegsschiff in Wilmershaven beschädigt: Steckt Russland hinter 10 Sabotage-Fällen?

Kriegsschiff beschädigt: Steckt Russland hinter 10 Sabotage-Fällen?
Kriegsschiff beschädigt: Steckt Russland hinter 10 Sabotage-Fällen? Copyright  AP Photo
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Von Diana Resnik
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Zehn mögliche Sabotagefälle bei der Marine in nur gut einem Jahr: manipulierte Systeme, beschädigte Kriegsschiffe und Ermittlungen ohne Ergebnis. Wer steckt hinter den Vorfällen?

Mögliche Sabotagevorfälle bei der Marine häufen sich: Seit Anfang 2025 sind insgesamt zehn mögliche Sabotagevorfälle bei den deutschen Seestreitkräften entdeckt worden, wie CORRECTIV berichtet. Steckt Russland dahinter?

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Zuletzt wurde Ende Februar 2026 offenbar zufällig ein zwei Zentimeter breiter Schlitz in der Tankleitung der Fregatte "Rheinland-Pfalz" in Wilhelmshaven entdeckt, hieß es. Die Bundeswehr gehe von einer vorsätzlichen Beschädigung aus, berichtet CORRECTIV.

"Prinzipiell können wir Ihnen bestätigen, dass sich die Bedrohungslage für seegehende Einheiten in Werften sowie im Bau befindlicher Einheiten der Marine aufgrund mehrerer Sabotageverdachtsfälle verändert hat", so ein Sprecher der Bundeswehr.

Der Fall wurde im März bei den Ermittlungsbehörden angezeigt. Doch die Ermittlungen wurden eingestellt. so die Staatsanwaltschaft Oldenburg. Es konnte nicht festgestellt werden, ob es sich um Vorsatz, Verschleiß oder um einen Materialfehler handelte.

Weitere Fälle von Sabotage

Ein weiterer Fall von Sabotage ereignete sich bei einer Kontrolle der Werft Blohm+Voss im Hamburger Hafen im Januar 2025: Beim Kriegsschiff "Emden" wurden mehrere Kilogramm Material im Motorraum gefunden, die erhebliche Schäden hätten verursachen können – eine Art Kiessand, der zur Reinigung von Schiffsoberflächen verwendet wird. Darüber berichtete die Tagesschau.

Das Hamburger Kriminalamt und die Staatsanwaltschaft teilten mit, dass es sich vermutlich um Sabotage handele. Daraufhin wurden ein 37-jähriger Rumäne und ein 54-jähriger Grieche, die im Hamburger Hafen gearbeitet haben sollen, festgenommen. Mögliche Auftraggeber nannte die Staatsanwaltschaft nicht. Die Hintergründe bleiben bis heute unaufgedeckt.

Im vergangenen Jahr gab es bereits mehrere Fälle von mutmaßlicher Sabotage: Auf einem Kriegsschiff der Marine wurden Kabelbäume durchtrennt. In einem weiteren Fall wurde offenbar absichtlich Altöl in das Trinkwassersystem eines Schiffs gegeben. Die Staatsanwaltschaft stellte in beiden Fällen die Verfahren ein.

Laut westlichen Sicherheitskreisen könnte Russland hinter der Sabotage stecken. Sicherheitskräfte sehen Deutschland als eines der Hauptziele für russische Angriffe, da Deutschland einer der wichtigsten Unterstützer der Ukraine in der Abwehr des russischen Angriffskriegs ist.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und das Bundeskriminalamt (BKA) warnen deshalb vor sogenannten "Wegwerf-Agenten". Dabei handelt es sich um Kleinkriminelle, die meistens in sozialen Netzwerken angeworben und zu Sabotageakten angestiftet werden. Oftmals werden sie von den Auftraggebern in Kryptowährungen bezahlt. Die Gage: mehrere hundert Euro. Bei größeren Aufträgen der Sabotage von Kriegsgeräten der NATO-Mitglieder werden offenbar zehntausende Euro geboten.

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