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Skurriler Spott und Jared Kushner: Warum ist Albaniens Edi Rama im KI-Video im rosa BH zu sehen

Screenshot eines KI-Videos, das Albaniens Premierminister Edi Rama am achten Juni 2026 auf Instagram veröffentlicht hat.
Screenshot eines KI-Videos, das Albaniens Premierminister Edi Rama am achten Juni 2026 auf Instagram veröffentlicht hat Copyright  Instagram/ediramaal
Copyright Instagram/ediramaal
Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am
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Der Streit zwischen Albaniens Ministerpräsident Edi Rama und einigen Influencern nimmt inzwischen skurrile Formen an. Auf einem KI-Video , das der Politiker weitergeleitet hat, ist der Regierungschef im rosa BH und Minirock zu sehen. Dabei geht es auch um rosa Flamingos...

Albaniens Ministerpräsident Edi Rama hat auf seinem Instagram-Profil ein KI-Video geteilt, in dem er in einen Lederminirock und rosa BH zu sehen ist.

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"Wer auch immer das erstellt hat: Gut gemacht“, schreibt der Regierungschef dazu..

Das Video bezieht sich auf Vorwürfe, die Edi Rama während einer öffentlichen Veranstaltung am 7. Juni gemacht hatte. Der 61-jährige sozialistische Politiker machte sich über Blogger und Influencer lustig, die die anhaltenden Proteste gegen ein umstrittenes Luxusbauprojekt in Verbindung mit Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner unterstützen.

Warum die rosa Flamingos?

Edi Rama erklärte, dass viele Influencer Geld damit verdienen, sich in den sozialen Medien zu vermarkten, aber keine Steuern an den Staat zahlen. Dabei bezog der Politiker auch das Symbol der Protestbewegung gegen das geplante Ferienresort, den rosa Flamingo, in seine Kritik ein. Den Kritikern zufolge könnte das Bauprojekt die Brutgebiete der Flamingos beeinträchtigen.

Rama sagte: "Blogger sollten sich gegenseitig herausfordern, einer verkleidet als Flamingo und ein anderer als ich, um zu sehen, wer gewinnt."

Der Premier, der auch selbst Künstler ist, behauptete auch, die Influencer seien nur zur Selbstdarstellung bei den Demos gegen das Bauprojekt dabei.

Bei den Protesten in der Hauptstadt Tirana trugen Demonstrierenden rosa Flamingos aus Pappe.

Proteste gegen geplantes Luxus-Resort in Albanien im Juni 2026
Proteste gegen geplantes Luxus-Resort in Albanien im Juni 2026 AP Photo

Die Empörung wuchs, nachdem ein Video zeigte, wie ein Aktivist bei einem Protest vor Ort von einem privaten Sicherheitsbeamten weggezerrt wurde.

Die Regierung erklärte, das Bauprojekt an der Adriaküste werde für Albanien eine transformative Wirkung haben und die Tür zum Luxustourismus öffnen. Das Land strebt seit langem auch eine EU-Mitgliedschaft an. Derzeit gehört Albanien zu den preisgünstigsten Ferien-Destinationen in Europa.

Luxus-Tourismus im Naturschutzgebiet

Doch das Bauvorhaben, das sich über eine geschützte Insel und einen nahegelegenen Küstenabschnitt im Süden von Albanien erstreckt, stößt auf den Widerstand von Umweltschützern und Umweltschützerinnen. Die politischen Gegner des sozialistischen Regierungschefs haben sich den Protesten angeschlossen.

Das Luxusprojekt besteht aus zwei Teilen: einer Küstenbebauung im Gebiet der Narta-Lagune, einem Naturschutzgebiet, und einem kleineren Resort auf der nahegelegenen unbewohnten Insel Sazan, einem ehemaligen Militärstützpunkt aus der Zeit des Kommunismus.

Protest gegen das Bauprojekt und gegen Edi Rama am 6. Juni 2026 in Tirana
Protest gegen das Bauprojekt und gegen Edi Rama am 6. Juni 2026 in Tirana AP Photo

Das geplante Bauprojekt mit Hotels, Apartments, Villen und einem Yachthafen steht in Verbindung mit Kushner und Donald Trumps Tochter Ivanka.

Kushner hat über eine Investmentfirma von den albanischen Behörden den Status eines Sonderinvestors erhalten.

Die Küste Albaniens ist 450 Kilometer lang und blieb während der jahrzehntelangen kommunistischen Herrschaft weitgehend unerschlossen blieb.

Protestgruppen befürchten, dass Teile dieser unberührten Küste von mächtigen Investoren aufgekauft werden könnten.

Seit Ende Mai sind Bagger und andere schwere Maschinen angerückt, um Zufahrtswege zur Baustelle anzulegen, den Sand aufzureißen, Flächen zwischen den Kiefern zu roden und Zäune zu errichten.

Umweltverbände aus Albanien und anderen Teilen Europas verurteilten das Projekt. Eine lokale Organisation warf den Verantwortlichen vor, dass seit langem geschützte Lebensräume "irreversibel zerstört" würden.

Auch in Berlin gab es eine Demonstration gegen das Luxusprojekt. "Albanien steht nicht zum Verkauf" war auf Plakaten zu lesen.

Das Bauprojekt liegt in einem Naturschutzgebiet und einem der wertvollsten Biodiversitätsgebiete Albaniens, das Zugvögel entlang der Adriaküste als Raststätte nutzen.

Weitere Quellen • AP

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