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Neue Konkurrenz für die Deutsche Bahn: Italo startet 2028 in Deutschland

Ein Frecciarossa-Hochgeschwindigkeitszug von Trenitalia im Bahnhof Roma Termini
Ein Frecciarossa-Hochgeschwindigkeitszug von Trenitalia im Bahnhof Roma Termini Copyright  AP Photo/Gregorio Borgia
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Von Andrea Barolini
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Der italienische Bahnbetreiber Italo will ab 2028 auch in Deutschland fahren. Geplant sind täglich 50 Fahrten zwischen 18 Städten, unter anderem auf den Strecken München–Berlin–Hamburg und München–Köln–Dortmund. Das deutsche Unternehmen Siemens profitiert von dem Ausbau.

Der italienische Bahnbetreiber Italo, ein privates Eisenbahnunternehmen, hat eine Großinvestition angekündigt: Das Unternehmen bestellt 26 Hochgeschwindigkeitszüge des Typs "Velaro Multi System" und sichert sich eine Option auf 14 weitere. Die Züge bestehen aus jeweils acht Wagen und bieten 450 Sitzplätze, ein Bordbistro sowie 5G- und Satelliteninternet über Starlink.

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Insgesamt umfasst das Investitionspaket 3,6 Milliarden Euro. Die Investition beinhaltet nicht nur die neuen Züge, die vom deutschen Hersteller Siemens geliefert werden, sondern auch die Schaffung von rund 2.500 Arbeitsplätzen einschließlich Stellen bei Zulieferbetrieben sowie Investitionen in Bahnhöfe und die IT-Infrastruktur.

Italo plant, ab Mitte 2028 auch in Deutschland zu fahren. Zunächst sind Verbindungen auf den Strecken München-Köln-Dortmund und München-Berlin-Hamburg vorgesehen. Der Betreiber will insgesamt 18 Städte auf einem 1.300 Kilometer langen Streckennetz verbinden und täglich 50 Fahrten anbieten.

Italos Konkurrent, die italienische Staatsbahn Trenitalia, die zum staatlichen italienischen Bahnkonzern Ferrovie dello Stato Italiane (FS) gehört, plant zudem 19 neue Hochgeschwindigkeitszüge, die den französischen Markt bedienen sollen. Weitere sind für einen Einstieg in die Verbindung zwischen Paris und London ab 2029 vorgesehen. Trenitalia baut zudem seine Investitionen auf den Transalpen-Strecken aus, wie die Sparte Trenitalia France am Freitag, dem 7. August, mitteilte.

Trenitalia investiert zwei Milliarden Euro: US-Fonds unterstützt Ausbau

Trenitalia hat neue Züge beim japanischen Hersteller Hitachi bestellt, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet. Der Auftragswert liegt nach eigenen Angaben bei "rund zwei Milliarden Euro", inklusive Wartung und technischem Support. Hitachi war bereits 2015 in den italienischen Bahnsektor eingestiegen, als der Konzern von Finmeccanica (heute Leonardo Spa) die Zugbauerin AnsaldoBreda übernahm.

Neun dieser Züge sollen auf den Strecken Paris–Lyon, Paris–Marseille und Paris–Mailand fahren. Die übrigen zehn sind für die Verbindung durch den Ärmelkanaltunnel in das Vereinigte Königreich vorgesehen. Diese Strecke bedient bislang allein Eurostar.

Französische Sncf setzt auf neuen TGV-M von Alstom

Die neuen Züge von Trenitalia sind einstöckig, so wie alle Frecciarossa, die bereits in Frankreich und Italien unterwegs sind. Frecciarossa (italienisch für "roter Pfeil") ist der Markenname für die Hochgeschwindigkeitszüge der italienischen Staatsbahn. Das Unternehmen bleibt bewusst bei diesem Konzept.

Der französische Konkurent Sncf setzt dagegen seit Langem auf doppelstöckige Züge und bekräftigt diese Strategie mit dem neuen TGV-M von Alstom.

Die Finanzierung des Großauftrags von Trenitalia bei Hitachi erleichtert der auf Tourismus spezialisierte US-Investmentfonds Certares, dessen Rolle der Konzern bereits im vergangenen Dezember angekündigt hatte.

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